Basis soll das Dortmunder 6-Tage-Rennen retten
07.07.2009 | 18:30 Uhr 2009-07-07T18:30:00+0200
Der Rettungsring für das Dortmunder 6-Tage-Rennen ist geworfen. Jetzt müssen ihn die potenziellen Retter oder Radsport-Enthusiasten nur noch aufnehmen. Unter dem Motto „Pixel für die Sixdays” können auf der Internetseite www.rettet-die-sixdays.de sogenannte Pixel gekauft werden.
Ab 10 Euro geht's los. Vorbild ist die Aktion des 1. FC Köln, der - um den Transfer von Lucas Podolski zu finanzieren - fast eine Million Euro mit dem Verkauf dieser kleinsten Einheit eines Computer-Monitors einnahm.
Eine Million Euro sollen für das 6-Tage-Rennen nicht zusammen kommen, maximal 500 000 Euro können durch den Verkauf dieser Pixel eingenommen werden. Und was ist die absolute Untergrenze, um das 6-Tage-Rennen in der Westfalenhalle zu retten? Sven Claußmeyer sprach von einem „Minimum von 300 000 Euro, einschließlich der Sponsorengelder.” Die Aktion ist notwendig geworden, nachdem der langjährige Hauptsponsor REWE Dortmund vor einigen Wochen seinen Teilrückzug bekanntgab. Um die Finanzierungslücke zu schließen müssen neue Ideen her, zumal die Zeit drängt. Bis Ende August muss Claußmeyer alles stehen haben und damit unter der Pixel-Aktion einen Schlussstrich gezogen haben.
Die Idee, die Basis für die Rettung der Six Days zu begeistern, besitzt einen gewissen Charme. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass nach 82 Jahren oder 67 Austragungen das 6-Tage-Rennen in der Westfalenhalle nicht mehr stattfinden sollte. Die Six Days gehören zu Dortmund und umgekehrt”, sagte Claußmeyer voller Begeisterung und Enthusiasmus.
Wer dazu beitragen will, dass diese Traditionsveranstaltungen überlebt, kann für 10 Euro einen Eintrag auf der besagten Internet-Seite erwerben. Wer 50 Euro und mehr investiert, kann sich mit seinem Passfoto oder mit einem anderen persönlichen Eintrag wie seinem Firmenlogo eintragen. Sollte die Aktion erfolgreich sein, wird eine 4x3 Meter große Tafel mit allen Namen im Eingang der Westfalenhalle ausgestellt.
Und was passiert, wenn das Geld nun doch nicht zusammenkommt? Um eins klar zu sagen. Seinen Beitrag - egal in welcher Höhe - erhält der Sixdays-Sponsor nicht zurück. Ein echter Missstand, wie wir meinen.
Sven Claußmeyer sieht darin allerdings keinen Vertrauensbruch. „Das Geld kommt in einen Topf und wird zu hundert Prozent zur Rettung der Dortmunder Six Days verwendet. Eine Garantie für die Durchführung gibt es aber nicht. Wenn das Rennen in diesem Jahr nicht stattfinden kann, bleibt das Geld in dem Topf für 2010”, sagte Claußmeyer. Die Verbesserung der Einnahme-Seite ist aber nur eine Maßnahme, die greifen soll. „Wir gehen an die absolute Schmerzgrenze, um die Kosten zu reduzieren”, versicherte Claußmeyer. Gespart werden soll an allen Punkten, auch am Honorar der Radprofis. Die werden indes einen neuen sportlichen Leiter bekommen. Erik Zabel, der langjährige Lokalmatador, ist dabei im Gespräch, um den Jungs auf der Bahn richtig einzuheizen.
Info: Ein Markenzeichen, das nicht fehlen darf
„Wir hoffen sehr auf die Unterstützung der Sixdays Fans”, sagte Claußmeyer. „Ohne deren Hilfe wird es in diesem Jahr kein Dortmunder 6-Tage-Rennen geben können. Auch wir versuchen alles Denkbare, um die Sixdays zu retten. Einsparungen wie verkleinerte Hallenflächen und weniger Show-Effekte müssen mit in die Planungen einbezogen werden”, sagte Sven Claußmeyer, der von einem „Markenzeichen” sprach, was in Dortmund nicht fehlen darf.
Infos www.rettet-die-sixdays.de