Baroper feiern mit Sieg gegen Derne big point

Der big point glückte ausgerechnet im Derby. Nach dem 70:65 (13:10, 16:9, 17:18, 24:28)-Erfolg beim SVD II hat der TVE Barop allerbeste Aussichten auf den Verbleib in der Basketball-Oberliga. Der TVE kann mit einem Pflichtsieg beim Letzten Unna am kommenden Wochenende endgültig alles perfekt machen.

Dortmund.. Als es so aussah, als ob sie in den letzten Minuten doch noch alles aus den Händen geben, was sie sich bis dahin erkämpft hatten, griff Johannes Grote ein. Lautstark. "Weiter jetzt", brüllte Barops Center seinen Mitspielern entgegen. Was als Anfeuerung gemeint war, hätte man problemlos auch als 2,07 Meter große Mahnung verstehen können: "Das geben wir nicht mehr her."

Offensive Deckung bringt Barop in Verlegenheit

Mit 14 Punkten hatten die Baroper Mitte des dritten Viertels schon geführt (42:28, 26.), eingangs des letzten Abschnitts mit 13 (50:37, 32.). Doch wenig später war das Polster auf magere fünf Pünktchen geschrumpft (50:45, 34.), drei Minuten vor dem Ende stand’s ausgeglichen - 55:55. Ausgerechnet jetzt zeigte Barop auch an der Linie Schwächen. Die offensive Deckung des SVD II hatte Barop zudem in Verlegenheit gebracht, viel zu schnell gingen die Bälle verloren.

"Nicht schon wieder, habe ich mir da gedacht", gestand TVE-Spielertrainer Dariusz Domanski später, "das habe ich in dieser Saison schon viel zu oft erlebt." Dass er es nicht ein weiteres Mal erleben musste, lag an der Kampfkraft seines Teams (mit einen starken Johannes Grote und Christian Wiethaup) und an Derner Mithilfe. Radek Manske, Dernes Bester, vergab beim 58:59 zwei Würfe von der Linie, in der Folge zog Barop auf 68:58 davon.

Nur bedingt am Spiel teilgenommen

Der SVD II hat seinerseits drei Viertel lang nur sehr bedingt am Spiel teilgenommen. "Wir haben ja erst im letzten Viertel begonnen, Basketball zu spielen", stellte Kapitän Radek Manske fest. Zuvor fand sein Team erstaunlich wenige Mittel, um durch Barops enge Defensive zum Korb zu kommen. Oder es scheiterte viel zu oft aus der Nah- und Ferndistanz. Zehn Punkte hatten die Derner nach den ersten zehn Minuten nur erzielt, bis zur Pause gerade mal 19.

SVD II: Jawish (10/2), Keuthen, Adams (15/2/3:3), Oelker (6), Manske (14/1/3:1), Lange (12/2), Freimuth (4), Lauersdorf (2), Lemjimer, Aboubakar (2)
TVE: Heil (7/8:3), Beben (2/2:0), Schilling (8/4:2), Hofmann (5/2:1), Grote (16/8:6), Mempel (4/2:0), Beverungen, Wiethaup (16/2), Hölscher (2), Domanski (10/1/2:1)