Auf nach Gwangju: Zwei Dortmunder starten in Südkorea

Alina Weber funkte ihrem Trainer aus dem 8500 Kilometer von Dortmund entfernten Gwangju bereits ein knappes „Bin gut angekommen“, Niklas Geske hingegen kletterte erst am Sonntag um 17.15 Uhr in den Flieger nach Südkorea. Die Schwimmerin und der Basketballer vertreten die Farben unserer Stadt bei der 28. Sommer-Universiade.

Dortmund.. Das sind Weltspiele der Studierenden, die mittlerweile zur größten Multisportveranstaltung der Welt nach den Olympischen Spielen geworden sind. 13 000 Studierende aus über 160 Nationen treten in den sportlichen Wettstreit, davon 120 aus Deutschland und darunter zwei aus Dortmund. Korbjäger Geske (21) schaffte ebenso den Sprung in den zwölfköpfigen A2-Nationalkader wie Weber (20), die zu den neun auserwählten DSV-Schwimmerinnen in Gwangju zählt.

"Muss der Hammer sein"

"Das muss absolut der Hammer sein. Ich freue mich riesig auf die Atmosphäre, auf das Athletendorf, obwohl wir ein ziemlich straffes Programm mit acht Spielen in zehn Tagen haben, wo erst einmal eindeutig der Sport im Vordergrund steht", erzählt Niklas Geske, der beim TVE Barop das Basketballspielen lernte und inzwischen in der 1. Bundesliga für Phoenix Hagen erfolgreich Körbe wirft.

"Ich hatte rückblickend eine gute Saison und habe gerade meinen Vertrag in Hagen verlängert", sagt der 21-Jährige, der mit seinem "Buzzerbeater" (Korb in letzter Sekunde) von der Mittellinie aus den spektakulärsten Wurf dieser BBL-Saison landete.

"Wollen jedes Spiel gewinnen"

Nun also wartet sein Universiade-Debüt, und die Ziele der deutschen Korbjäger sind fest umrissen: "Wir wollen in der Vorrunde jedes Spiel gewinnen und dann sehen, was geht. Das Viertelfinale sollte es aber schon sein."

Als Schwimm-Trainer war Professor Volker Höltke von der SG Dortmund bereits zweifacher Universiade-Teilnehmer (2007/2009), und er schwärmt heute noch: "Die Atmosphäre ist gigantisch. Da ist allein die Mensa so groß wie fünf Fußballfelder, auch für uns Trainer war der Austausch untereinander sehr bereichernd".

"Hat es einfach verdient"

Nun hat es sein Schützling Alina Weber, die an der Ruhr-Uni in Bochum studiert, geschafft, und das macht Höltke sehr stolz: "Sie hat sich das einfach verdient, hat sich in den vergangenen Jahren mit sehr viel Trainingseinsatz kontinuierlich gesteigert. Deshalb freue ich riesig mich für sie".

Die Wettkämpfe beginnen für beide Dortmunder am Samstag, bis dahin steht Akklimatisieren und Trainieren auf dem Programm. Die Vorfreude wächst ...