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1:1 gegen Hombruch

ASC verpasst im Derby die Revanche

15.04.2010 | 21:14 Uhr
ASC verpasst im Derby die Revanche

Wer die laufende Saison als bester Dortmunder Westfalenligist beendet, lässt sich abschließend noch nicht beurteilen. Im direkten Vergleich allerdings hat der Hombrucher SV gegenüber dem ASC 09 weiterhin die Nase vorn.

Dem 4:0-Hinspielerfolg ließen die Mannen von Samir Habibovic gestern Abend bei der Neuauflage im Waldstadion ein 1:1 (1:1) folgen. Damit wahrte der HSV in der Tabelle den Drei-Punkte-Vorsprung vor dem Lokalrivalen.

Kenan Doric (10.) und Miguel Moreira (14.) sorgten mit ihren frühen Treffern bereits in der ersten Viertelstunde für den Endstand und ein Resultat, das nach zwar unterhaltsamen, aber fußballerisch nicht wirklich hochklassigen 90 Minuten in Ordnung geht.

Nach vier Siegen in Folge waren die Hombrucher überaus selbstbewusst in die Partie gegangen. Vor rund 800 Zuschauern wählten die Gäste sofort den Weg nach vorn, wobei das Angriffsduo Kenan Doric/Tim Schwarz der Aplerbecker Innenverteidigung zunächst einige Arbeit bereitete.

Nach dem ersten Fehlversuch - Doric schoss nach Schwarz-Zuspiel knapp vorbei (6.) - war es wenig später geschehen, als Doric einen Fehler von Dominik Buchwald zur Hombrucher Führung nutzte. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten - gleich die erste Chance des ASC brachte den Ausgleich durch Miguel Moreira nach einer zweifach verlängerten Ecke von Raphael Lorenz.

Was zu diesem Zeitpunkt ein munteres Toreschießen verhieß, gestaltete sich in der Folge als eine erheblich von Taktik geprägte Partie. Andreas Przybilla hatte nach sieben Gegentreffern in den letzten beiden Spielen eine defensivere Startvariante gewählt und damit über weite Strecken richtig gelegen. Mit Ausnahme der Anfangsphase strahlte der zuletzt so erfolgreiche HSV wenig Gefahr aus, „Hombruch hat ab der zehnten Minute nicht einmal aufs Tor geschossen”, stellte der ASC-Trainer zufrieden fest. In der Tat taten sich die Gäste gegen die mit zunehmender Spielzeit gut organisierte Aplerbecker Defensive schwer. Optisch hatten die Platzherren Vorteile, wobei aber auch sie in vielen Szenen die letzte Konsequenz vor dem gegnerischen Tor vermissen ließen und auch der letzte Pass oftmals nicht ankam.

Während Aplerbeck in diesem Gipfeltreffen immerhin erheblich konzentrierter zu Werke ging als in den letzten Begegnungen, reichte die Leistung der Hombrucher nicht an die zuletzt starken Auftritte heran. „Es war ein kampfbetontes, für die Zuschauer nicht sonderlich attraktives Spiel. Wir sind mit dem Platz nicht so zurecht gekommen”, resümierte ein nur mit dem Ergebnis zufriedener Samir Habibovic, der am Ende sogar von einem glücklichen Remis seiner Elf sprach. In der Tat hatten Dominik Behrend (85.) und Mischa Mihajlovic (89.) zwei späte Chancen zum Siegtor.

ASC 09: Piontek - Emre Konya, Buchwald, Steindor, Mischa Mihajlovic - Halim, Enke, Hense, Kinder (70. Behrend) - Moreira (57. Woidtke), Lorenz (80. Schiattarella). - Hombrucher SV: Braun - Cusano, Engel, Baron, Szugfil - El Moudni, Fudala (63. Anil Konya), Lau (75. Bazzani), Lmcademali (46. Ribeiro) - Doric, Schwarz. - Tore: 0:1 Doric (10.); 1:1 Moreira (14.).

Reaktionen: Zufriedene Brüder

Emre Konya („Noch”-Aplerbecker, spielt in der kommenden Saison für Hombruch): „Mein Bruder und ich haben im Vorfeld lange über dieses Spiel gesprochen, es war ja das erste Mal, dass wir in einem Pflichtspiel gegeneinander gespielt haben. Es ist ja alles gut gegangen. Für den ASC war ganz wichtig, nicht wieder zu verlieren, deshalb sind wir mit dem Unentschieden zufrieden.”

Anil Konya: „Auf dem Platz denkt man nicht an Familie oder dass man gegen den Bruder spielt, das schaltet man aus. Beide Mannschaften haben sich nichts geschenkt. Für uns ist der Punkt absolut in Ordnung."

Samir Habibovic: „Emre ist ein flexibler Mann, der innen wie außen einsetzbar ist. Er hat heute ein richtig gutes Spiel gemacht und wird uns mit Sicherheit sehr helfen.”

Andreas Przybilla: „Wir haben das Spiel beherrscht und hätten eigentlich gewinnen müssen. Aber am Ende bin ich froh, dass der kleine Negativlauf gestoppt wurde.”

Hannes Wolf: „Beide Mannschaften hatten das Visier geschlossen. Erst in den letzten fünf Minuten ging es noch mal richtig zur Sache. Das Remis geht in Ordnung."

Udo Stark/Andreas Kuhlmann

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