ASC schöpft aus Remis in Lippstadt Hoffnung

So schnell dreht sich die Stimmung. Verließen die Spieler des ASC 09 Dortmund am Sonntag vor einer Woche nahezu ratlos das Waldstadion, rockten sie am Sonntag den Bus auf dem Nachhauseweg aus Lippstadt. Co-Trainer Holger Gehrmann wertet das 1:1 beim Tabellenzweiten als "Brustlöser". Beim FC Brünninghausen geht es hingegen weiter bergab.

Dortmund.. Zwar freute sich Gehrmann über die Gesänge, den ersten Mannschaftsabend aber wollen Trainer Adrian Alipour und Gehrmann der Mannschaft erst gönnen, wenn auf den "Brustlöser" der echte Befreiungsschlag folgt. "Teambuilding ist uns wichtig, aber genießen können wir das erst, wenn wir die Abstiegsränge verlassen haben."

Ein Sieg am Sonntag gegen den SC Roland wäre ein wichtiger Schritt. Bis dahin kündigt Gehrmann weitere harte Arbeit an. "Wir haben bewusst auf vier Einheiten pro Woche aufgestockt. Warum soll sich jeder für sich montags bewegen, wenn wir das auch gemeinsam erledigen können?" Arbeit, Arbeit, Arbeit. Die Philosophie des neuen Trainerteams fuße auf der Erkenntnis, dass dann auch im Spiel zunächst einmal 90 Minuten Arbeit zählen.

"Gangart kennenlernen"

"Die Spieler mussten erstmal unsere Gangart kennenlernen. So langsam wird das. Und dass wir so Erfolg haben können, merkt die Mannschaft eben auch. Sie war auf der Hinfahrt nach Lippstadt deutlich überzeugter als noch vor zwei Wochen auf dem Weg nach Bielefeld."


Einen Stimmungsdämpfer erlebt derzeit der aber immer noch deutlich besser postierte FC Brünninghausen (Elfter). Trainer Alen Terzic monierte nach der 0:2-Niederlage gegen den SC Hassel deutlich, dass ihm das Pressing und Gegenpressing gefehlt habe.

Terzic hatte es bisher so gehalten, die personelle Situation nicht zu thematisieren. Der Hinweis, dass in der Defensive der so stark gestartete Außenverteidiger Adl Elmoueden rotgesperrt fehlt, sei ihm aber gestattet. Er muss noch zwei weitere Spiele aussetzen. Auch für Andreas Kluy wäre ein Einsatz zu früh gekommen. Vorne fehlt der so gut gestartete Leon Enzmann, der in Kürze immerhin ins Lauftraining zurückkehrt. Unter Druck sieht Terzic sein Team noch nicht, "aber es gibt eben doch einiges, was wir besser machen können".