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Arminia jubelt nach fünf Jahren

17.05.2010 | 12:32 Uhr
Arminia jubelt nach fünf Jahren

Einen Spieltag vor Saisonschluss hat Arminia Marten durch den 2:0-Sieg gegen Urania Lütgendortmund den Aufstieg in die Landesliga perfekt gemacht. Nach 1996/1997 kann am Wischlinger Weg wieder ein Meistertitel gefeiert werden.

Acht Jahre spielten die Martener damals in der Landesliga, ehe sie 2005 völlig unerwartet zurück in die Bezirksliga mussten. Nach fünf Jahren und viel harter Arbeit sind die Arminen jetzt in die Landesliga zurückgekehrt. Ein besonderes Lob gebührt den beiden Trainern Jürgen Litzmanski und Michael Griehsbach, die man durchaus als Väter des Erfolges bezeichnen kann. Es wurde all das umgesetzt, was sich die Vereinsverantwortlichen vorgestellt hatten. „Insgesamt”, so der zweite Vorsitzende Dirk Schreiber, „hat sich der ganze Verein nach dem Schnitt 2007 zu einer homegenen Einheit weiterentwickelt.”

Die Souveränität, mit der der Aufstieg realisiert wurde, lässt sich allein schon am Torverhältnis deutlich ablesen. Die Elf hat mit 109 Toren (zwei gab es am Grünen Tisch) die meisten erzielt und mit lediglich 20 Gegentreffern die wenigsten kassiert (Differenz 89). Dieses Ergebnis ist absolute Spitze und unerreicht in den überkreislichen Dortmunder Ligen. Insgesamt 15 Spieler trugen sich in die Torschützenliste ein. Erfolgreichste Schützen waren Thomas Fojcik (19), Florian Gondrum (15), Stefan Schulze (12) und Fabian Ostrowski 11. Neuzugang Matthias Marten, der erst zur Winterpause von Mengede 08/20 geholt wurde, brachte es schon auf neun Treffer in elf Spielen.

Der frischgebackene Landesligist weist kaum Schwachstellen auf. Torhüter David Grochla ist eine feste Größe, ebenso wie sein talentierter Vertreter Björn Dollar. Die Abwehr um Jörg Heitmann war überaus sattelfest, das Mittelfeld erwies sich als kreativ und laufstark und der Angriff und das offensive Mittelfeld waren torgefährlich. Bei so vielen Torschützen war die Mannschaft für die Gegner kaum ausrechenbar. Auffällig ist die Altersstruktur: Spieler wie z.B. Florian Gondrum, Thomas Fojcik und Matthias Marten sind nicht älter als 22 Jahre, nur drei sind über 30, die Mehrheit liegt irgendwo dazwischen. Eine geradezu ideale Mischung.

Wie geht es jetzt weiter in der neuen Umgebung? Groben Leistungsschwankungen unterlag das Team kaum und bildete ein Kollektiv, das zusammenhält. Das wird die Mannschaft auch in der Landesliga weiterbringen. Fußballerisches Potential ist vorhanden und vor allem bei den jungen Spielern noch nicht zu 100 % ausgeschöpft. Hier wird es noch weitere Entwicklungsschritte geben. Dazu plant das Trainerduo Jürgen Litzmanski/Michael Griehsbach taktische Veränderungen und das Spiel mit einer Viererkette und einer Doppel-Sechs.

Die Abgänge sind schon jetzt adäquat ersetzt worden. Patrick Pöhl, Veli Pehlivan und Ferhat Degirmenci kommen vom Landesligisten FC Brünninghausen, Christian Brendel vom VfB Annen. Westfalia Huckardes Darek Nikiel ist ein weiterer Kandidat. Der eingeleitete Verjüngungsprozess wird ungeachtet dessen fortgesetzt. Denn dass es sich lohnt, neben der Routine auch auf die Jugend zu setzen, hat Arminia Marten mit dem erfolgreichen Saisonabschluss bewiesen.

Info:2:0-Sieg hart erkämpft

Mit dem 2:0-Erfolg gegen Urania Lütgendortmund machten die Martener ihr Meisterstück in der Bezirksliga 15

Es war ein hartes Stück Arbeit, denn die Uranen hielten überraschend stark dagegen.

Torschützen waren Ceyhan Payir (12.) und Adam Schlosarek (80.).

Beide Spieler werden die Martener verlassen und machten ihr Abschiedsspiel, ebenso wie Thorsten Nilkowski und Sascha Bogdanowicz.

Eine Fotostrecke finden Sie unter www.derwesten.de/dortmund/lokalsport

Jürgen Klippert

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