Anna-Bianca Schnitzmeier riskiert viel und siegt
04.05.2010 | 18:01 Uhr 2010-05-04T18:01:00+0200
Die Favoritinnen fehlten, dennoch ging der Landesverbandstitel im Frauenradsport nach Dortmund. Die Wambelerin Anna-Bianca Schnitzmeier aus dem Team Nutrixxion setzte sich in Attendorn trotz Abitur-Prüfungsstress auf einem schweren Rundkurs durch. Silber ging an ihre Teamkameradin Anika Werheit.
Ohne Christina Becker, die voll im Berufsleben steht und Sonntagsdienst hatte, und Tanja Hennes, die ihre Laufbahn still und heimlich bei Saisonbeginn beendet hatte, ergab sich eine völlig neue Konstellation für den Nachwuchs, der schon in den Startlöchern steht, um die vakanten Positionen einzunehmen.
Wie es sich für eine anständige Meisterschaft gehört, begann es noch direkt am Start zu regnen. Was nicht ungefährlich war auf dem knapp sechs Kilometer langen Rundkurs mit einer rasanten Abfahrt. Bereits in der dritten von zehn zu fahrenden Runden attackierten die Nutrixxion-Mädels. Die Entscheidung fiel auf der letzten Abfahrt, die Anna-Bianca Schnitzmeier und Anika Werheit mit viel Risiko absolvierten und in dieser Reihenfolge auch ins Ziel kamen. Platz drei ging an Jana Schemmer (RSV Unna).
Richtig was tun haben auch die Dortmunder Profi. Ab Donnerstag sind die Jungs von Mark Claußmeyer bei der polnischen Rundfahrt „Szlakiem Grodow Piastowskich“ im Einsatz. Diese sternförmig ausgetragene Vier-Etappen-Fahrt führt hauptsächlich über das Gebiet von Unterschlesien, gut 100 km westlich von Breslau. „Die Moral ist gut nach Samstag”, sagte Kapitän Dirk Müller bei der Abfahrt Richtung Osten. Der Gewinner des Bergtrikots beim hessischen Klassiker in Frankfurt hat natürlich gut lachen, sollte ihm das anspruchsvolle Terrain in Unterschlesien doch entgegenkommen. Ambitioniert ist auch Neuzugang Sergej Fuchs, der als Zeitfahrspezialist glänzen will. PKE
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