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Am Ende fehlte die Kraft beim 30:35 gegen Buxtehude

31.10.2012 | 22:10 Uhr
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Am Ende fehlte die Kraft beim 30:35 gegen Buxtehude
Ging engagiert zur Sache: Steffi Steden.Foto: Bodo Goeke

Am Ende hat es nicht ganz gereicht, um den großen Favoriten aus Buxtehude doch noch ein Bein zu stellen. Und dennoch durften die Handballerinnen des BVB erhobenen Hauptes die Halle Wellinghofen verlassen. Bei der 30:35 (14:12)-Niederlage in der zweiten Runde des DHB-Pokals hielten sie bis zur 45. Minuten mit. Erst als die Kräfte bei der extrem ersatzgeschwächten Dortmunder Mannschaft schwanden, mussten auch die Hoffnungen auf eine Sensation begraben werden. Das Ergebnis darf umso höher bewertet werden, da gestern Abend mit Zuzanna Porvaznikova, Svenja Spriestersbach und Sally Potocki drei absolute Leistungsträgerinnen verletzt fehlten.

Von Enttäuschung denn auch keine Spur. Die Spielerinnen ließen sich von den 300 Fans feiern, während BVB-Trainerin Alice Vogler gedanklich bereits bei der Aufgabe am Samstag gegen den den Tabellenzweiten Sachsen Zwickau war. „Wir haben bewiesen, dass, wenn wir den Kopf frei haben, auch gegen einen starken Erstligisten mithalten können. Und mit einer solch starken Torwartleistung wie in der ersten Hälfte spielen wir auch in der Spitzengruppe der 2. Liga mit“, zog Vogler ein absolut positives Fazit.

Zu Recht, denn als nach 30 Minuten die Seiten gewechselt wurden, da stand es 14:12 für den BVB. Es roch nach einer Sensation. Was ein Verdienst der gesamten Mannschaft war, obwohl die beiden routinierten Natasha Kocevska und Dagmara Kowalska sowie Torfrau Helen Trodler hervorstachen. Natürlich konnten die Borussinnen dieses Tempo nicht über die vollen 60 Minuten gehen, zumal auch die schwachen Schiedsrichter es nicht sonderlich gut meinten mit dem BVB und die Gäste tendenziell übervorteilten. Sieben Siebenmeter pfiffen sie für den Vizemeister, der davon sechs zum Torerfolg nutzte. Der BVB war weniger clever. Vier von sieben Siebenmeter gingen daneben.

Das sollte sich natürlich rächen. Als Natasha Kocevska beim Stand von 21:21 in in der 42. Minute einen Siebenmeter verwarf und kurz darauf Steffi Steden für zwei Minuten vom Feld musste, zog Buxtehude innerhalb von drei Minuten auf 25:22 davon. Damit war das Spiel so gut wie gelaufen. Da auch gleichzeitig Natasha Kocevska kurz gedeckt wurde und die Abwehrarbeit aufgrund nachlassender Kondition sträflich vernachlässigt wurde, hatte der Bundesligist freie Bahn. 23 Tore nach der Pause sprechen für sich. Die BVB-Abwehr war in den letzten zehn Minuten quasi nicht mehr vorhanden. Was auch Ex-Borussin Friederike Lütz weidlich nutzte, die mit vier Treffern zu den erfolgreichsten Gästespielerinnen gehörte.

Peter Kehl

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