Eiskunstlaufen : Geschwister Beier übertreffen erneut Olympianorm
Bei zwei Top-Ereignissen in Piestany (Slowakei) und Dortmund erzielten die Eiskunstläufer/innen des TSC Eintracht und des ERC Westfalen einige erstklassige Resultate.
Die in Berlin trainierenden Eistanzgeschwister Christina und William Beier hatten bereits zweimal in der Saison die von der Deutschen Eislauf-Union geforderte Olympiaqualifikationsnorm von 145 Punkten übertroffen. Dies gelang ihnen auch beim „Ondrej Nepela Memorial 2009” in Piestany, obwohl der Einstieg mit einem Sturz im Pflichttanz recht holprig war. Ein erster Platz im Originaltanz und Platz zwei in der Kür ergaben in der Addition 145,35 Punkte. Das Ergebnis reichte knapp für den zweiten Platz auf dem Treppchen vor den Tschechen Kamila Hajkova/David Vincour. Es siegten Nora Hoffmann/Maxim Zavozin aus Ungarn mit 154,35 Punkten.
In der Damenkonkurrenz lag Isabel Drescher nach dem Kurzprogramm auf dem zweiten Platz. Zur Kürentscheidung der 14 Damen stürzte Isabel als drittletzte Läuferin beim Dreifach-Salchow und konnte so ihre Platzierung aus dem Kurzprogramm nicht behaupten. Nach Platz acht in der Kür wurde sie mit 113,35 Punkten Sechste. Es gewann die Japanerin Mutsumi Takayama mit 140,82 Punkten.
Bei der NRW-Trophy im Eistanzen 2009 gingen im Eissportzentrum Westfalenhallen 66 Paare aus 13 Ländern aufs Eis. An drei Wettbewerbstagen gab es hochklassigen und spannenden Eistanzsport zu sehen. Dabei begeisterten die Deutschen Meister Carolina und Daniel Hermann vom ERC Westfalen Kunstlauf das Publikum mit ihrer schwungvollen Kür in der Meisterklasse. Die Geschwister erreichten mit 161,74 Punkten in der Gesamtwertung den zweiten Platz. Nach den Pflichttänzen lagen die beiden noch auf Rang drei, holten aber durch hervorragende Leistungen im Kürtanz auf.
Vom TSC Eintracht startete das Juniorenpaar Kathi Häuser/Sevan Lerche und in der Kategorie Nachwuchs Selim Van Winssen/Nathalie Rehfeldt (ERC). Für beide Paare war es jeweils der erste Start bei einem ISU-Wettbewerb im Junioren- bzw. Nachwuchsbereich. In einem erstklassig besetzten Feld von 24 Paaren konnten Kathi und Sevan mit Rang 17 im Gesamtklassement recht zufrieden sein, auch wenn in der Kür nicht alles rund lief. Ihre 107,04 Punkte bedeuteten für die beiden immerhin eine neue persönliche Bestleistung.
Im Nachwuchswettbewerb zeigten Nathalie und Selim nach nicht gerade optimalen Pflichttänzen ein fehlerfreies Kürprogramm. „So gut sind wir unsere Kür noch nie gelaufen”, freuten sich beide, nachdem sie in dem international sehr starken 24-er Feld mit 48,49 Punkten auf Platz 15 kamen. Für beide Paare steht der nächste Wettbewerb bereits Ende des Monats in Frankreich an: vom 27. bis 29. November starten sie bei der „International Trophy of Lyon”.
Neun Paare aus fünf Nationen, darunter drei des ERC, liefen in der Kategorie „Pre Novice” um die Trophy. Dabei belegten Silvie Becker/Matthias Jann, Marina Engels/Felix Brall und Jaqueline Trenn/Franzisko Merton die Plätze sieben bis neun. Für die drei jüngsten Eistanzpaare des ERC Westfalen war es der erste internationale Wettbewerb. Landestrainer Vitali Schulz war mit den Leistungen seiner Schützlinge sehr zufrieden.









