75 Jahre Frauenpower auf dem Kanal
20.06.2007 | 08:56 Uhr 2007-06-20T08:56:24+020075 Jahre Frauenpower auf dem Dortmund-Ems-Kanal: Der Ruderclub Hansa feierte das Jubiläum seiner Damenabteilung.
Neben einer Rückschau auf die vergangenen Jahre wagte der Club auch einen Blick in die Zukunft - und taufte gemeinsam mit Dortmunds Bürgermeisterin Birgit Jörder einen neuen Zweier-ohne für die aktuell erfolgreichen Leistungsruderinnen.
"Die Sportlerinnen können mit Recht stolz sein, eine derart erfolgreiche Vereinsgeschichte geschrieben zu haben", gratulierte Jörder. "Wobei ein Blick in die Chronik zeigt, dass gerade in den Anfangsjahren der Start nicht einfach war - denn von vielen wurde das Rudern als Frauen-sportart zunächst kritisch beäugt." Sie sei froh, dass sich diese Zeiten geändert hätten und die Ruderinnen längst alle Kritiker vom Gegenteil überzeugen konnten.
Anfang der 30-er Jahre hatte der Ruderclub Hansa beschlossen, seinen Sportbetrieb auch für Frauen zu öffnen - eine Entscheidung, bei der es nach der Erinnerung von mehreren Beteiligten "hoch her ging. Es dauerte bis in die Nacht, bis sich die Befürworter durchsetzen konnten". Es gründete sich schnell eine Frauenabteilung - und nach einiger Zeit stiegen die Hansa-Damen auch ins Wettkampf-Training ein. Den ersten Sieg gab es 1937. "Die Ehefrauen der alten Herren hatten damals ihre eigene Runde, die waren schon sehr kritisch mit uns. Wegen der Trainingsanzüge und so#1#20", erinnerte sich Mitte der Neunziger das Urgestein im Dortmunder Frauenrudern, Ria Böbbis.
Zu dieser Zeit hatten die Hansa-Damen längst die Erfolgsbücher des Clubs gefüllt: mit Medaillen auf Deutschen und Weltmeisterschaften sowie auch bei Olympischen Spielen. Und im Jahr 2000 gehörte der RC Hansa zu den ersten Rudervereinen in Deutschland, der mit Ulla Bremke eine Frau zur Vorsitzenden wählte. Das war eine wahre Pionierarbeit.
Zum Jubiläum dankte der Club seinen Mitgliedern Jochen Opländer, der Familie Schulz und Dieter Freisenhausen, durch deren Unterstützung die Anschaffung des neuen Bootes maßgeblich möglich war.
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