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37:25 - Testspiel mit Licht und Schatten

12.08.2009 | 21:23 Uhr
37:25 - Testspiel mit Licht und Schatten

Man braucht eigentlich nur die nackten Zahlen sprechen zu lassen, dann weiß man, wie das Spiel ablief – ohne es gesehen zu haben.

Die Handballerinnen des BVB gewannen das Testspiel gegen den ambitionierten Zweitligisten HSG Bad Wildungen zwar „standesgemäß” mit 37:25, doch zur Halbzeit lag das Team von Gustl Wilke mit 15:19 im Rückstand. Dementsprechend angeschwollen war der Hals des Trainers zur Pause.

Fünf Tore und tolle Kreisanspiele: Steffi Glathe. Foto: Bodo Goeke

In der Kabine machte er seinen Spielerinnen klar, dass „eine Heimmannschaft ihrem Anhang eine solch grottenschlechte Leistung nicht zumuten darf.” Und siehe da: plötzlich passte alles. Die vorher passive 6:0-Abwehr, die bei Distanzwürfen oft nur tatenlos zuschaute, ging nun aggressiver zu Werke und ließ gerade noch sechs Treffer in der zweiten Halbzeit zu.

Der BVB hatte passabel begonnen, der Ball lief zunächst flüssig bis zum 5:2, ehe sich unerklärliche technische Fehler und Pass-Ungenauigkeiten einschlichen. Über 11:11 ging es bergab - bis auf 15:19. Als Wilke nach 22 Minuten auch noch Tessa Cocx, Steffi Glathe und Dagmara Kowalska herausnahm, war nicht zu übersehen, dass der zweite Anzug, besser: das zweite Kostüm nicht richtig sitzt. Neben diesem Trio fehlten schließlich noch Zuzana Porvaznikova (Knorpelschaden) und Annika Busch (Junioren-EM).

Nach der Pause spielten die Borussinnen wie ausgewechselt. Aggressiver, offensiver in der Abwehr und auf Ballbesitz spekulierend, steigerte sich die Mannschaft, so dass aus dem 15:19 schnell ein 21:19 wurde. Mit wachsendem Vorsprung kam die Sicherheit. Vor allem der Achse Gesine Paulus-Steffi Glathe-Tessa Cocx gelangen Spielzüge aus dem Lehrbuch, so dass der schlechte Eindruck aus der ersten Halbzeit in Vergessenheit geriet. „Ich muss zu einer Phrase greifen: es waren zwei Halbzeiten, die unterschiedlicher nicht hätten verlaufen können. Das erste Gesicht, das die Mannschaft zeigte, will ich nicht wiedersehen”, sagte Gustl Wilke, der am Ende etwas versöhnt war.

Dagmara Kowalska hat immer noch Defizite in Bezug auf Kraft und Kondition, Zuzana Porvaznikova wird vielleicht schon in der nächsten Woche das Mannschaftstraining aufnehmen.

BVB: Roelofs; Paulus (6), Glathe (5/1), Tomlik (1/1), Kunze (2), Schäfer (1), Kramer (7), Cocx (7), Kowalska (7/5), Köhler (1), Ewert.

Volker Surkamp

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