26:30 gegen schlagbare Hagener
10.01.2010 | 20:33 Uhr 2010-01-10T20:33:00+0100
Die Mannschaft von Eintracht Hagen 2 schaffte am Samstag Abend trotz widriger Wetterbedingungen den Weg nach Hacheney - und sie nahm die Punkte mit. Der Verbandsliga-Tabellenführer setzte sich am Ende ungefährdet mit 30:26 (18:12) gegen den OSC durch.
Carsten Lueg hatte einen ganz dicken Hals: „Wir haben gegen einen schlagbaren Tabellenführer verloren”, sagte der OSC-Trainer nach dem Spiel und war sich sehr wohl bewusst, dass er die Schuld nicht allein den Schiedsrichtern zuschieben konnte – obwohl er nach Ablauf der 60 Minuten noch lange mit den Herren in Schwarz diskutiert hatte. „Es waren die vielen Kleinigkeiten”, sagte Lueg, dachte dabei etwa an Stürmerfoul-Entscheidungen, die öfter gegen seine als gegen die Hagener Angreifer gepfiffen wurden, oder auch an eine Gelbe Karte (mit Ballbesitzwechsel) gegen die OSC-Bank.
Von einer 8:4-Führung zum 10:14-Rückstand
Der Schnee hat insbesondere am Samstag für eine Menge Spielausfälle bei den Handballern gesorgt. In der Landesliga wurden die Partien Hombruch - Haltern, ASC - Hattingen und Letmather TV -Dorstfeld abgesag, ebenso diverse Jugendspiele. Bis zum Karnevalswochenende (dem 13./14. Februar) müssen die Begegnungen gespielt sein. Die Hombrucher hoffen, ihre Begegnung gegen Haltern am Dienstag nächster Woche nachholen zu können.
Auch Verbandsligist HC Süd hat seine Weihnachtspause verlängern müssen. Das für den gestrigen Sonntag angesetzte Spiel in Westerholt wurde ebenfalls abgesagt. Auch die BVB-Reserve musste ihren Saisonstart verwschieben. Die Oberliga-Frauen sollten in Witten antreten.
Die eigentliche Ursache für die Niederlage war aber eher in einer Phase Mitte der ersten Halbzeit zu suchen, als im Spiel seiner Mannschaft von einer Minute auf die andere nichts mehr ging. Der OSC hatte glänzend begonnen, führte gegen einen bieder wirkenden Tabellenführer mit 8:4, um dann mit einer ganzen Serie von mehr oder weniger unglücklichen Aktionen zunächst auf 10:14, bis zur Pause auf 12:18 zurückzufallen.
Die Platzherren kamen dann mit viel Elan und durchaus noch mit dem Glauben an den Erfolg aus der Kabine. Tor um Tor wurde der Rückstand verkürzt, in der 42. Minute schaffte Jürgen Lepine mit dem 20:21 den Anschlusstreffer. Spätestens jetzt aber nahm Hagens Spielertrainer Sascha Simec die Sache entschlossen in die Hand. Mit zwei Einzelaktionen sorgte er selbst für das 23:20, zeigte sich unbeeindruckt von der offensiven OSC-Deckung und bremste gleichzeitig auf vorgezogener Position seiner Defensive die Angriffe des OSC aus.
„Das ist eben in der Verbandsliga noch möglich”, musste Lueg später anerkennen, „in dieser Liga kann ein einzelner erfahrener Mann ganze Spiele entscheiden.”
Der OSC versuchte es in den letzten fünf Minuten noch mit offener Manndeckung, näher als bis auf drei Tore kamen die Platzherren aber nicht mehr heran.
OSC: Stumpf, Lueg; Krug (1), Edeling (5), Bratzke (3), Lepine (2), Schröter (1), Tomlik (1), Schürmann (4/3), Köhne, Bekston (1), Austermann (5), Strauß (2), Wittland (1).
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