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Fußball – Kreisliga B West

Zurück im Glück

10.05.2010 | 10:50 Uhr
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Zurück im Glück

Dorsten. Nach drei langen Jahren der Abstinenz ist der Altstadt-Club zurück in der A-Kreisliga. Drei Spieltage vor dem Ende der Saison machte der FC Rot-Weiß Dorsten den Aufstieg perfekt. Die Schiel-Elf besiegte die DJK/SpVgg. Herten II am Sonntag mit 7:0 und ließ anschließend die Sektkorken knallen. Die Spiele der Liga im Überblick:

„Ich denke mal, wir können so langsam den Sekt kalt stellen“, schallte es nach 60 gespielten Minuten aus der Lautsprecheranlage des Rot-Weißen Vereinsheimes. In diesen Worten von Geschäftsführer und Stadionsprecher Alfred Karow schwang angesichts einer zu diesem Zeitpunkt deutlichen 5:0-Führung gegen einen harmlosen Gegner aus Herten eine gewisse Erleichterung mit.

Denn vor der Partie rechnete noch keiner mit einer solchen Demonstration der Stärke. Auch Spielertrainer Frank Schiel gab sich zurückhaltend.

„Wir haben heute die Möglichkeit, vorzeitig aufzusteigen. Doch das Spiel gegen Herten muss erstmal gewonnen werden und das ist mit Sicherheit nicht leicht. Zudem muss ich auf einige verletzte Stammkräfte verzichten und daher wird es heute schwer“, sagte der Übungsleiter der Rot-Weißen vor der Partie gegen den Tabellendreizehnten.

Doch seine Spieler sollten die passende Antwort liefern. Gerade ‘mal 13 Minuten nach dem Anpfiff erzielte Goalgetter Nico Filipovic mit seinem 36. Saisontor die 1:0-Führung. Danach ließen die Kicker vom Jahnplatz keinen Zweifel daran aufkommen, dass Dorsten als Sieger vom Platz gehen würde. Druckvoll und mit schnellen Tempovorstößen kam der Hausherr immer wieder vor das gegnerische Tor. Kurz vor der Halbzeitpause erzielte dann Ahmed Attris die beruhigende 2:0-Halbzeitführung. Dass die Gastgeber nicht gewillt waren, noch irgendetwas anbrennen zu lassen, zeigten sie dann in Durchgang zwei. Timm Robbert und zwei weitere Tore von Nico Filipovic zum zwischenzeitlichen 5:0 überzeugten dann auch die hartgesottenen Pessimisten unter den Fans.

„Das war es dann wohl. Endlich wieder A-Kreisliga“, sagte RWD-Urgestein Manfred Schulz, der in der Rot-Weißen Würstchenbude angespannt mitfieberte und seinem Team die Daumen drückte. Und Rot-Weiß legte sogar noch eine Schüppe drauf. Die beiden eingewechselten Thomas Switalla und Tim Ridder waren die weiteren Torschützen, die zum verdienten 7:0-Heimsieg trafen.

„Alle haben uns nach dem Abstieg prophezeit, dass wir zehn Jahre brauchen würden, um aus dieser Liga wieder rauszukommen. Jetzt haben wir es allen gezeigt und sind wieder da, wo der Verein auch mindestens hingehört. Zusätzlich haben wir auch schon gute Perspektiven für die nächste Saison und das ist unheimlich wichtig“, sagte ein stolzer Vorsitzender, Walter Tusar, nach der Partie.

SuS Hervest – SV Hochlar 28 II 4:1

Gegen den Tabellenletzten SV Hochlar 28 II fand SuS Hervest zur gewohnten Stärke zurück und gewann verdient mit 4:1. Kai Vogler (21.), Florian Roloff (28.), Spielertrainer Thomas Lange (36.) und ein Eigentor in der 42. Minute ebneten bereits vor dem Seitenwechsel einen ungefährdeten Hervester Auswärtssieg. Durch diesen Dreier besitzen die SuS-Kicker weiter die Möglichkeit auf den zweiten Aufstiegsplatz. Doch dieser ist aus eigener Kraft nicht mehr zu erreichen. Der Nachbar aus Holsterhausen müsste patzen.

SV Altendorf – Türkiyem Herten 1:4

Der SV Altendorf verlor sein Heimspiel gegen Türkiyem Herten deutlich mit 1:4. Das Team von Trainer Jürgen Rinschede verschlief die komplette Anfangsphase und lag nach nur sieben Spielminuten, verursacht durch katastrophale Abwehrfehler, mit 0:2 hinten. Auch im weiteren Spielverlauf war keine Besserung in Sicht. Herten kontrollierte nach Belieben und zog auf 4:0 davon. In der 87. Minute doch noch ein Altendorfer Lebenszeichen. Phillip Reimer erzielte das 1:4, das mit dem Ausgang der Partie aber nichts mehr zu tun hatte.

SG Langenbochum II – BVH Dorsten II 1:3

Der BVH Dorsten II behielt am Sonntag die Nerven und gewann gegen eine kämpferisch starke SG Langenbochum II mit 3:1. Nach einer frühen Holsterhausener 1:0-Führung durch Robin Rodriguez, traf der Hausherr zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Doch besonders die Spielstärke der Mannschaft von Trainer Jörg Florin brachte dann in Halbzeit zwei die Entscheidung. Alexander Gäng und erneut Robin Rodriguez stellten dann mit den Toren zum 2:1 und 3:1 den am Ende doch gerechten Spielstand her.

Fabian Hoffmann

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