Viertelfinale und andere Gedanken
18.02.2010 | 09:52 Uhr 2010-02-18T09:52:00+0100
Wulfen.Vor dem Viertelfinale am Donnerstag fliegen die Gedanken: Sowohl in Schwelm, als auch in Wulfen und diese Gedanken kreisen nicht nur um das Match, das um 20.15 Uhr angepfiffen wird.
„Wulfen hat mit einer großartigen Leistung gewonnen. Wir haben unsere gewohnte Trefferquote nicht erreicht und das sind die Gründe, warum wir verloren haben. Dass wir die Meisterschaft und den Aufstieg noch nicht im Sack haben, nervt schon“, sagt Rafael Wilder, Trainer der Schwelmer Baskets. Sinnt die Mannschaft jetzt etwa im Pokal auf Revanche? „Wir fahren natürlich nach Dorsten, um zu gewinnen. Es ist reizvoll, den Pokal zum dritten Mal in Folge nach Schwelm zu holen, aber unsere Gedanken kreisen um den Aufstieg“, gesteht Wilder, der seiner Mannschaft nach dem Desaster vom Samstag erst einmal eine trainingsfreie Zeit bis zum Mittwochabend gönnte.
„Ich weiß ja, dass mein Wechsel von Wulfen zur BG Dorsten damals eine Menge Sympathie gekostet hat, aber ich freue mich darauf, wieder zu alten Freunden zu fahren und Basketball zu spielen. Natürlich hat der Aufstieg Priorität, aber wir werden versuchen, Revanche für Samstag zu nehmen und das könnte auch klappen“, sagt Felix Werner, der rund fünf Jahre in Wulfen am Ball war und nun mit Schwelm den Aufstieg in die 2. Bundesliga ProB anpeilt. Für ihn also auch nur die schönste Nebensache der Welt, dieses Viertelfinale? „Nein, wir treten immer an, um zu gewinnen. Es wäre absurd, wenn jemand behaupten würde, dass wir uns am Samstag geschont hätten“, sagt Felix Werner.
Und wie ist die Befindlichkeit im Wulfener Lager? Worauf konzentrieren sich die Kappensteiner? Sie sind ja nach wie vor ein heiß gehandelter Aufstiegskandidat. „Es ist schon toll, innerhalb so kurzer Zeit gleich zwei Spiele unmittelbar hintereinander gegen eine Mannschaft wie Schwelm spielen zu dürfen.Das ist der Basketball, den wir lieben“, sagt Christoph Wink. „Allerdings hat auch für uns das Geschehen in der Liga allererste Priorität. Da ist nicht daran zu rütteln“, verrät Vereinschef Winck die fliegenden Gedanken in seinem und in den restlichen Wulfener Köpfen. Das Spiel gegen Grevenbroich wird entscheidend sein. Und schon fliegen wieder die Gedanken.
Mit Gedanken kann man ja Berge versetzen, aber ob es für ein Basketballspiel reicht? Eine Frage, auf die der heutige Abend eine Antwort geben wird. Um diese Antwort werden sicher auch in Dortmund die Gedanken kreisen, denn der heutige Sieger tritt gegen Dortmund Derne an und die Mannschaft von Trainer Radegast hat sowohl Wulfen als auch die Schwelm Baskets in dieser Saison schon einmal mächtig auf das Spielfeld der Tatsachen zurück geholt. Es wird auf jeden Fall ein Pokal-Viertelfinale, das als denkwürdig in die jeweiligen Geschichtsbücher beider Clubs eingehen wird.
07:18
Dem kann man sich anschließen.
21:56
Glückwunsch zum Erreichen des Halbfinales. Ich denke, wer den Spitzenreiter 2x schlägt muss dringend aufsteigen.