Das aktuelle Wetter NRW 22°C
Tanzen

TTH Dorsten nutzt den Heimvorteil

12.02.2012 | 16:23 Uhr
TTH Dorsten nutzt den Heimvorteil

Dorsten.Diese „Körpersprache“ war leicht zu enträtseln: Als die Wertung im „kleinen Finale“ des Bundesliga-Turniers in der Petrinum-Sporthalle bekanntgegeben wurde, lagen sich die Paare des TTH Dorsten jubelnd in den Armen. Mit dem allemal verdienten sechsten Platz beim dritten Turnier der Saison schöpft der Aufsteiger nun wieder berechtigte Hoffnung, den Klassenerhalt am Ende doch noch sichern zu können.

Im dritten Jahr bereits tanzt das A-Team des Tanz-Turnierclubs Harmonie zum Musik-Thema „Body-Language“. Und holte am Samstagabend vor eigenen Rängen (rund 1000 Zuschauer sorgten für eine grandiose Stimmung) das Letzte aus sich ‘raus, entlockten ihren 16 Körpern eine herausragende Leistung. Leicht hatten es die Lippestädter dabei nicht, mussten sie doch in der Vorrunde gleich als erstes Team auf die Fläche. „Naja, einer muss ja den Anfang machen“, meinte Trainer Maik Michel lapidar - aber auch er hätte sich (ebenso wie seine Mitstreiter Hendrik Höfken und Jeannette Seydich) sicherlich eine spätere Startnummer fürs Dorstener Ensemble gewünscht. Zumal der Druck aufs Team immens war.

Formationstanzen

„Die Vorrunde war hier und da noch ein wenig wacklig, da hatten wir einige Fehler drin“, so die kritische Selbsteinschätzung von Coach Hendrik Höfken. Die enorme Leistungsdichte in der Eliteklasse erlaubt indes kaum eine Schwäche - und so war es einmal mehr das „kleine Finale“ der drei bis dato am schlechtesten bewerteten Formationen, in dem der TTH Dorsten wieder Farbe bekennen musste.

Und das tat die A-Formation der Gastgeber nach allen Regeln der Tanzkunst. Die rund sechsminütige Choreographie verging beinahe wie im Flug, der selbstbewusste und kämpferische Vortrag riss das Publikum förmlich mit. „Natürlich hat uns das getragen und war eine große Hilfe. Das Dorstener Formationspublikum ist herausragend - anders als in vielen anderen Städten geht’s bei uns richtig ab“, betonte Fronttänzer Michael Höfken nach dem zweiten Durchgang. Sein älterer Bruder Hendrik, der im Finale auf dem Trainerstuhl am Parkettrand gesessen hatte und beinahe ebenso „eskalierte“, wie es seine acht Paare taten, ging sogar noch einen Tick weiter: „Das war der beste Durchgang der ganzen Saison - das musste einfach reichen“, meinte Höfken mit Blick auf die Wertung der sieben Juroren. Und in der Tat: Zwei Einser, vier Zweier, nur eine einzige Drei - in der Majorität bedeutete das den sechsten Rang vor den Abstiegskonkurrenten aus Bremerhaven und Brühl. „Die Wertungsrichter konnten nach diesem Durchgang gar nicht anders“, strahlte Höfken und sah sich in seiner Meinung bestätigt, dass sich die Lippestädter schon bei den ersten zwei Turnieren besser präsentiert hätten, als es der jeweils achte Platz aussagen konnte.

Vor den noch ausstehenden Turnieren in Velbert (25. Februar) und in Düren (10. März) liegt der TTH nun punktgleich mit Brühl auf Rang sieben - drei Zähler sind es noch bis zum rettenden sechsten Platz. „Wir können nur drinbleiben, wenn wir noch zweimal mindestens Sechster werden und dabei ein Team zwischen uns und Bremerhaven bringen“, rechnet Hendrik Höfken die komplizierte Lage vor. Doch zumindest wissen die Dorstener Tänzer nun, dass weit mehr in ihnen steckt als dieser vertrackte achte Rang.

Den Turniersieg indes trug erstmals die FG TSZ Aachen/TSC Düsseldorf mit einem Pünktchen vor dem Grün-Gold-Club Bremen davon - die Rheinländer wittern nun ihrerseits die Chance, noch am Serien-Meister vorbeiziehen zu können. Dritter wurde das TSZ Velbert.

Oliver Schinkewitz

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/6342090/create

Aktuelle Fotos und Videos
FC Rhade holt den Titel
Bildgalerie
Fotostrecke
U11 krönt die Saison
Bildgalerie
Fotostrecke
SVS besiegt Wettringen
Bildgalerie
Fotostrecke
Schermbeck holt den Pokal
Bildgalerie
Fotostrecke
Aus dem Ressort
100 Jahre und drei Tage
Tennis
Seit 100 Jahren fasziniert Tennis seine Freunde in Dorsten: Der Dorstener TC feiert an diesem Pfingstwochenende an drei Tagen seinen Geburtstag. Und was anderes als Spitzentennis sollte anlässlich dieser Geburtstagsfeier mehr mit Mittelpunkt stehen?
RW Dorsten braucht noch einen Sieg
Fußball
Dorsten. Zwischen dem FC RW Dorsten und dem Aufstieg in die Landesliga steht nur noch ein einziger Sieg. Und den will das Team bereits am Montag bei der DJK Amelsbüren einfahren. Im Anschluss plant die Galvez-Elf einen Stopp in Dülmen, um den SV Lembeck zu unterstützen.