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Tobias Voss holt den Titel

25.10.2010 | 15:20 Uhr
Tobias Voss holt den Titel

Holsterhausen.Das „World-Kickbox-Network“, kurz WKN hatte zur Deutschen Meisterschaft im Muay-Thai-Amateur-Boxen nach Dorsten eingeladen und rund 80 Kampfsportler folgten dieser Einladung. Der Dorstener Tobias Voss nutzte seinen Heimvorteil und sicherte sich in der Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm den Meistergürtel der Amateure.

„Die Meisterschaft war eine runde Sache. Die einzelnen Kämpfe in den Gewichtsklassen haben wir nach Plan durchgezogen“, sagt Sebastian Louven, der mit seinem Team aus der Workers Hall die Organisation dieser Meisterschaft durchführte. Dabei hat der Dorstener Box-Trainer mit seinen Kämpfern ein achtbares Ergebnis erzielt. „Wir freuen uns natürlich riesig über den Titel von Tobias Voss. Der war gegen den erfahrenen Maik Lemke aus Hamburg eigentlich der Außenseiter, aber der Favorit zog sich im Laufe des Fights eine Verletzung am Fuß zu und musste aufgeben.

Ein anderer Hoffnungsträger der Workers Hall, Kai Werner, konnte am Sonntag aus beruflichen Gründen nicht in den Ring klettern. „Das ist schade. Kai wäre für das Tournament eine Bereicherung gewesen“, sagt Sebastian Louven. Janine Schlemmer, Ekrem Secik und Marcel Gisa konnten in ihren Gewichtsklassen bis in das Finale vorstoßen.

Trotz der zahlreichen Kämpfe blieb immer noch genug Zeit, den Traditionen des Muay-Thai-Boxens zu folgen. Zu den für westliche Ohren fremden Klängen der „Samara-Musik“ präsentierten etliche Kämpfer den traditionellen Aufwärmtanz. Dieser „Wai-Kruh“ genannte Tanz ist im Ursprungsland eine unabdingbare Anforderung an den Kämpfer. „Wir legen auch Wert auf die große Tradition unseres Sports, aber allegemein weicht das immer mehr auf“, sagt Sebastian Louven, der selbst im Süden Thailands die hohe Schule des Muay-Thai erlernte.

Diese Kampfsportvariante gilt als die härteste Sportart der Welt. Die Kämpfer dürfen Ellebogen und Knie einsetzen, um ihren Gegner kampfunfähig zu schlagen. „Das hört sich gefährlich an, aber mit entsprechendem Schutz passiert eigentlich nichts“, sagt Louven, der berichet, dass Ringarzt Burkhard Vittinghofer an diesem Tag arbeitslos blieb. „Wir hatten keine Verletzungen, die auf Grund von Schlägen oder Tritten entsanden sind“, so Louven. In der Workers Hall wird man langsam und kontinuierlich das Talent Tobias Voss fördern und dann entscheiden, ob er seine Qualifikation zur WM 2011 in Bangkok wahrnehmen wird.

Jo Gernoth

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