SV Schermbeck startet neues Jugendkonzept
26.06.2012 | 18:01 Uhr 2012-06-26T18:01:00+0200
Schermbeck. Auch wenn die erste Mannschaft des SV Schermbeck in die Landesliga abgestiegen ist: Der Nachwuchs stürmt von Erfolg zu Erfolg. Nach dem Oberliga-Aufstieg der weiblichen A-Jugend und dem Durchmarsch der männlichen A-Jugend in die Verbandsliga lohnt sich ein Blick auf das Jugendkonzept, das der Sportdirektor und einstige Erfolgstrainer des SV Schermbeck gestaltet hat.
„Die Jugend ist das Kapital des Vereins“, sagt Burkhard Bell, der als Sportdirektor des Vereins eben kein Frühstücksdirektor ist, sondern sich gemeinsam mit einem starken Team um die Sicherung des Kapitalfaktors Jugend sorgt. „Man muss die Erkenntnis um das Potenzial der Jugend nutzen und als Programm zur Förderung der sportlichen Fähigkeiten von Jugendlichen gestalten“, sagt Bell.
Die Handballer des SV Schermbeck verfolgen nach Ansicht von Burkhard Bell einen ganzheitlichen Ansatz, der nicht nur die Steigerung der sportlichen Fähigkeiten von Jugendlichen betrachtet, sondern der darüber hinaus die Steigerung der sozialen und persönlichen Fähigkeiten des jugendlichen Sportlers mit beinhaltet. Dieses Ziel ist konzeptionell in ein Trainingskonzept einzubauen, um mittel- und langfristig erfolgreich zu sein. „Das Modell der Schermbecker Handballschule bietet hierzu spezielle Workshops und Seminare an, die bei der Umsetzung dieses ganzheitlichen Ansatzes Hilfestellungen geben.“
Diese Fortbildungen sind grundsätzlich für alle interessierten aus anderen Vereinen und Abteilungen offen“, so Burkhard Bell, der aus seinen Ideen keine Geheimniskrämerei macht. Schon immer waren die Ferienlehrgänge, die mit ganz viel Herzblut von Bell und seinem Team gestaltet wurden, für den gesamten Handballnachwuchs der Region zugänglich. Burkhard Bell hat in diesem Zusammenhang immer wieder externe Kompetenz ins Schermbecker Boot geholt. Das ist auch beim überarbeiteten Konzept der Schermbecker der Fall.
Frank Denne, Magister für Soziologe, Psychologie, Pädagogik und Handball -Trainer mit A-Lizenz, erarbeitete mit Bell und seinem Team einen Workshop für Motivationsstrategien, die sich speziell für Jugendmannschaften anwenden lassen. Im ersten Teil der Veranstaltung wird es um das Thema Motivation gehen, die einen inneren Antrieb darstellt, der all zu leicht durch falsche Rahmenbedingungen zum erliegen kommt. „Wir haben nach Antworten auf die Frage gesucht, was kann ich als Trainer tun, damit die Motivation bei Jugendlichen erhalten oder besser noch gesteigert werden kann“, so Bell. Im zweiten Teil des Workshops wird es um das geheimnisumwitterte Mentaltraining gehen. Auch bei diesem Thema werden Prinzipien erläutert, die nicht nur im Sport, sondern auch im alltäglichen Leben hilfreich sein können.
Jörg Knüfken, ein erfahrener Diplom-Sozialpädagoge und der Initiator des vielbeachtete Projekts „Das Wunder bleibt aus!“ wird gemeinsam mit seiner Kollegin Christine Schwenteck Wege aufzeigen, die sozialen Tugenden und die Teamfähigkeit bei Sportlern zu schulen. „Wir im Vorstand haben mit diesen Maßnahmen ein klares Zeichen in Richtung Nachwuchsförderung gesetzt. Das ist uns sehr wichtig“, sagt Burkhard Holl, Chef der Schermbecker Handballer. Die Erfolge bestätigen diese Linie.
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