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22.02.2009 | 21:35 Uhr

Der SV Schermbeck siegt hoch verdient in Iserlohn Oestrich. Matchwinner ist Martin Stroetzel, der seiner Mannschaft vor dem Spiel Mut machte und die Rückkehr von Torwart Schröder verkünden konnte. Sascha Siebert lenkt das Spiel

FUSSBALL NRW-LIGASF Oestrich-Iserlohn SV Schermbeck 0:2 (0:1) Oestrich-Iserlohn: Görrissen; Ochs, Thiel, Schulte, Courtuglou, Rothholz, Biehs, Ünal, Sriesberg, Balout (31. Burgio), Jeger.

SV Schermbeck: Schröder; Nawatzki, Talaga, Hahn, Konowski, Turhal, Kiral, Ersoy, Djulimann, Pfände (89. Bendig), Siebert (86. Milaszewski).

Schiedsrichter: Rott (Dortmund) Tore: 0:1 (45.) Ersoy, 0:2 (68.) Ersoy Iserlohn. Iserlohn: Das ist noch nicht ganz Sauerland, aber auch nicht mehr Ruhrpott. Nicht Dortmund und schon gar nicht Schalke, sondern hügelige Provinz, die in der Vergangenheit nicht unbedingt das beste Pflaster für die Schermbecker, die denn auch die Reise mit durchaus gemischten Gefühlen antraten. Allerdings sorgte eine richtig gute Nachricht bereits im Vorfeld für Freude in der Mannschaft von Trainer Martin Stroetzel: Der Kanzler Stefan Schröder hatte wieder die Regierungsgeschäfte im Schermbecker Strafraum übernommen. Schröder hatte nach seiner Verletzung im Spiel gegen Velbert im Eiltempo seine Genesung vorangetrieben.

Mit Erfolg, denn die Schermbecker haben gewonnen und vielleicht in diesem Spiel angedeutet, was die Fans des Stroetzel-Teams erwarten können, wenn sich alle Neuzugänge etabliert haben: Starken NRW-Liga-Fußball. Dabei war die Veränderung des Kaders durch Martin Stroetzel wirksam. Seyid Ersoy war für Domenik Milaszewski in der Startaufstellung und der kleine Wirbelwind sorgte gemeinsam mit Mathias Pfände in der ersten Halbzeit für mäßige Unruhe im Iserlohner Strafraum. In der letzten Minute des ersten Durchgangs schnibbelte Sascha Siebert mit ganz viel Gefühl einen Eckball in den Iserlohner Strafraum. Ersoy beförderte das Ding per Kopf hinter die Linie des Iserlohner Kastens. Durchatmen in der Pause bei den Schermbeckern und aufmunternde Worte durch Martin Stroetzel, der dieser Mannschaft im Vorfeld sein Vertrauen ausgesprochen hatte. Zurecht, denn in der zweiten Spielhälfte entwickelte sich eine ansehnliche Partie, in der Schermbeck die kreativere Spielvariante bot. Die Gastgeber traten recht linear auf, waren aber dabei nicht ungefährlich. In der 63. Minute wären sie so beinahe zum Ausgleich gekommen, aber der Treffer wurde wegen einer Oestricher Aufstützens durch Benjamin Bieh nicht gegeben. Das Sascha Siebert und Seyid Ersoy so etwas wie eine neue Achse des Schermbecker Angriffs werden könnte, zeigten die beiden Spieler in der 68. Spielminute, als die beiden "Staubsauger" Nedim Djulimann und Rainer Nawatzki den Ball auf Siebert spielten. Der flankte herlich diagonal auf Ersoy, der die Oestricher Abwehr "ausmüllerte" und zum verdienten 2:0 einnetzte. Diese drei Punkte sind für die Schermbecker so wichtig und gleichsam so verdient. Sie sind außerdem Balsam auf die zuletzt so strapazierten Nerven aller Beteiligten im Schermbecker Lager. Auf jeden Fall scheint sich die Mannschaft einzuspielen. Gut so.

Von Jo Gernoth

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