Sekt und Selters
12.08.2009 | 00:01 Uhr 2009-08-12T00:01:00+0200„Ich gehe mal davon aus, dass meine Mannschaft sich gegen Sprockhövel an meinen Vorstellungen von Fußball orientiert”, meint SVS-Trainer Martin Stroetzel etwas zynisch mit Blick auf das heutige NRW-Liga-Spiel gegen die TSG Sprockhövel.
Gegen die Reserve des MSV Duisburg hatten die Schermbecker so etwas wie „Freestyle-Kick” gespielt und den offenen Schlagabtausch mit dem Gegner gesucht. Leidvoller Weise haben sie diesen auch gefunden und am Ende drei Punkte liegen lassen. „Das wird alles mehr teambetont sein, was wir heute Abend bieten wollen”, verspricht Martin Stroetzel. In der Tat war es gegen Duisburg so, dass einige Spieler ihr ganz persönliches Ding durchgezogen haben und dabei die Belange der Mannschaft aus den Augen verloren hatten. „Mykola Markarchuk ist so etwas wie das Paradebeispiel: Er hat auffällig agiert und den Zuschauern gefallen. Dabei hat er Löcher in unser Abwehrsystem gerissen, die so groß wie Scheunentore waren. Der arme Dirk Cholewinski hat sich einen Wolf gelaufen, um das halbwegs zu richten”, erklärt Stroetzel das Problem, das er heute ausschalten will.
Dabei weiß er allerdings noch nicht, ob er mit Domenik Milaszewski rechnen kann. Der Linksfuß hatte sich in Duisburg verletzt. Auf keinen Fall wird Seyit Ersoy am Ball sein. Sascha Siebert wird auf jeden Fall auf der Bank sitzen und über die T-Frage schweigt Stroetzel. Ob also Schröder oder Neuzugang Fronczyk zwischen den Pfosten stehen wird, bleibt ein strategisches Geheimnis. Ansonsten sind die Ausgangspunkte wohl klar definiert: Der SV Schermbeck muss einen Sieg einfahren, um nicht schon gleich zu Beginn der Saison so etwas wie der gefühlte Underdog der Liga zu sein. Am Sonntag steht ein weiteres Heimspiel auf dem Plan, denn da ist mit der SG Wattenscheid 09 ebenfalls eine Mannschaft am Start, gegen die man punkten muss. „Es kann ja in diesem Jahr auch mal so sein, dass wir gegen unsere Tabellennachbarn gewinnen und nicht nur die großen Namen besiegen”, scherzt Martin Stroetzel.
Ansonsten freut man sich beim SVS, dass der Ausbau der Volksbankarena nunmehr fast vollständig abgeschlossen ist. Grund genug für den SV Schermbeck, einen auszugeben: Alle Frauen, die am Abend den Weg ins Stadion finden, erhalten ein Glas Sekt zur Begrüßung. Außerdem hat man in Schermbeck an der Preisspirale gedreht und zwar erfreulicher Weise nach unten: Erwachsene zahlen jetzt noch sieben Euro.Jugendliche, Rentner, Frauen und Mitglieder zahlen vier Euro.
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