Jagd auf Don Camilo
27.05.2009 | 19:23 Uhr 2009-05-27T19:23:00+0200Lembeck. Im vergangenen Jahr war ganz Lembeck auf den Beinen, als der Radsport-Zirkus von Michael Zurhausen dort zum ersten Mal die beliebte Freiluftvariante eines Sechstagerennens präsentierte.
Die Mischung aus Spaß, Show und Sport wurde bestens angenommen und so wird es auch in diesem Jahr am 18. Juli wieder auf den schnellen 800-Meter Kurs gehen.
Bewährtes bleibt: Das könnte das Motto der Sponsoren dieser Radsportnummer sein, denn erneut hat sich Lembecker Interessen Gemeinschaft mit Organisator Michael Zurhausen zusammen getan und ein ordentliches Starterfeld nach Lembeck gelockt. Klar, dass der „Alpentornado” Bruno Risi wieder nach Lembeck zurückkehren wird. „Risi lässt in diesem Jahr seine Karriere ausrollen und er wollte unbedingt noch einmal nach Lembeck zurückkehren. In 23 Jahren Radsport ist er nur ein einziges Mal als Sieger auf den Schultern getragen worden und das war nach seinem Sieg in Lembeck. Das Bild ist auf der Titelseite der Züricher Zeitung gedruckt worden”, erzählt Michael Zurhausen, der mit Risi natürlich eines der großen Zugpferde seines Veranstaltungsformates verliert.
Aber Zurhausen hat vorgesorgt und schon in Lembeck wird mit Leif Lampater der erfolgreichste deutsche Sechstagefahrer an den Start gehen und im Hauptrennen mit Altmeister Risi um die Wette strampeln. Sicher Spannung pur und die 80 Kilometer werden entlang der von den Lembecker Partymeile sicher für jede Menge Stimmung sorgen. Zurhausen und sein erprobtes Team werden Lembeck wieder in Windeseile in eine Rennstrecke verwandeln. Start und Ziel ist wieder auf der Wulfener Straße angesiedelt. Dort ist auch der Zielbogen und der Bus mit dem aufwändigen Zeitmessgerät stationiert. Über die Lippramsdorfer Straße geht es zum Schul-Dubbel und von dort über den Bonhöfer Ring zurück zum Ziel.
Um 18.30 Uhr stimmen die Hobbyfahrer das Publikum ein und werden sich ein Rennen um den Preis der Schlosserei Ludger Zens liefern. Danach treten schon die Stars zum ersten Mal in die Pedale, denn im Einzelzeitfahren gilt es, den Preis des Autohauses Lehmbrock einzufahren. Nach diesem sportlich sicher anspruchsvollem Rennen werden dann zum ersten Mal die Lachmuskeln an diesem Abend strapaziert: Herberts Fahrradlädchen hat auch in diesem Jahr wieder ein Rennen für die drei- bis fünfjährigen Radrenner organisiert. Auf der 400-Meter-Strecke wird es wieder ein Rennen Stützrad an Stützrad geben. Herbert Korte spendiert den Junior-Cup und freut sich auch noch über Anmeldungen.
Um 19.30 Uhr schlägt dann die Stunde der Wahrheit, denn dann starten 20 Profis, um sich für das Hauptrennen zu qualifizieren. Unmittelbar danach dürfen die Hobbyfahrer aus Lembeck den Unterschied zwischen Amateur-Radsport und Profisport life erleben, denn zehn Profis treten über zwei Runden gegen die ambitionierten Amateure an. „Man merkt, dass die nicht richtig Gas geben, sonst käme es wohl auch schon bei zwei Runden zu Überrundungen”, scherzt Ludger Zens, der die Lembecker betreut. „Im letzten Jahr bin ich Zweiter geworden, weil ich den Pastor vorgelassen habe. In diesem Jahr wird Don Camillo gejagt. Kein Pardon für Don Camillo”, scherzte denn auch Bürgermeister Lambert Lütkenhorst, der wieder beim Promi-Rennen mitfahren wird. Im Gepäck wird er einen Scheck über 300 Euro haben. Diese Summe darf der Sieger des Promi-Rennens einem sozialen Zweck seiner Wahl in Lembeck schenken. Es ist also mehr als Klamauk, dieses Rennen in Lembeck. Es ist auf der Zielgeraden, sich im Kalender der Volksfeste zu verankern. Spaß, Sport und ein wenig Gemeinsinn: Eine starke Mischung für Lembeck.
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