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Goldbärchen-Aufschwung

08.10.2008 | 22:06 Uhr

In der Tat haben die Naschbären viel mit Badminton zu tun

Hervest. Stöbern wir einmal ein wenig in der Geschichtstruhe des oft fälschlich als Federball bezeichneten Sports. Der heißt nämlich deshalb Badminton, weil 1803 ein britischer Kolonialoffizier ein indisches Rückschlagspiel namens "Poona" auf dem Landsitz des Duke of Beaufort vorstellte. Bei Limonade und lauwarmen Bier entschloss man sich, dem Sport den Namen des Landsitzes vom seligen Duke zu verpassen und der war Badminton. Von dort setzte dann auch der Siegeszug der Sportart ein, die 1903 in Bad Homburg ihre Deutschland-Premiere feierte. Anders als beim Federball, wo lange Ballwechsel das Ziel der Sportler sind, geht es beim Badminton darum, den gegnerischen Spieler "abzuschießen". Das erfordert Kondition und Konzentration. Ein gewisser Hans Riegel aus Bonn befand 1953, dass dieser Sport der ideale Ausgleich für seine "Berufsnascher" wäre. Die Rede ist von HARIBO und den Goldbären, auf dessen Firmengelände die erste reine Badmintonhalle der Republik entstand. Riegel puschte als Präsident des Deutschen Badminton Verbandes den Sport in seine heutige Dimension: 2700 Vereine in 16 Landesverbänden mit rund 230 000 Spielern. Dazu kommen geschätzte 4,5 Millionen Hobby-Spieler. Unter dieser Menge hat der BVH Dorsten den Sprung in die nationale Elite geschafft. Das sollte doch ein paar Euro wert sein, oder? JoG

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