Fußballfamilie trauert um Guido Wanjek
02.09.2010 | 17:54 Uhr 2010-09-02T17:54:00+0200
Hervest.Guido Wanjek ist tot. Die Dorstener Fußballfamilie trauert und mit ihr sein Heimatverein SuS Hervest. Wanjek war Ehrenpräsidenten des Vereins, hielt mehr als zwei Jahrzehnte das Vereinsschiff auf Kurs.
„Was Guido für unseren Verein, für den Fußball in Hervest getan hat, kann man in wenigen Sätzen nicht ausdrücken. Wir sind traurig, dass wir unser Vorbild verloren haben“, sagt Marco Roccaro, der Nachfolger von Wanjek im Amt des 1. Vorsitzenden ist. Guido Wanjek bekam das Fußball-Virus quasi in die Wiege gelegt: Sein Vater Reinhold brachte mit seinen Fußball-Karikaturen ganze Generationen von Fans des heimischen Sports zum schmunzeln. Früh fand Guido Wanjek den Weg zum SuS Hervest und trotz der Tatsache, dass ihn seine heimtückische Krankheit bereits in der Jugend ereilte, kämpfte sich Wanjek bis in die zweite Mannschaft des SuS Hervest hoch und war dort ein beliebter Sportkamerad.
Schon früh übernahm Wanjek Verantwortung: Als Geschäftsführer diente er mit Sachverstand und hohem Engagement seinem Verein. Trotz starker gesundheitlicher Beeinträchtigung war Guido Wanjek immer dann zur Stelle, wenn sein ausgleichender Sachverstand gebraucht wurde, oder wenn es galt, den Kurs des Vereins zu überdenken. Von 2000 bis 2004 war Guido Wanjek Geschäftsführer, erster Kassierer und Vorsitzender in einer Person. „Es war ein gewaltiges Pensum, das sich Guido für den Verein aufgeladen hatte. Seine Verdienste waren enorm. Wir haben ihn zum Ehrenpräsidenten ernannt“, sagt Roccaro.
Guido Wanjek hinterlässt seine Ehefrau und einen Sohn, denen das aufrichtige Beileid des SuS Hervest und vieler Weggefährten aus der Dorstener Fußballszene gilt. Das Seelenamt findet am Freitag, 3. September, um 14.30 Uhr in der St. Matthäus-Kirche in Wulfen statt.
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