Frühes Kellerduell
03.09.2010 | 20:18 Uhr 2010-09-03T20:18:00+0200
Schermbeck.Es hapert derzeit immer irgendwo im System SV Schermbeck. „Wenn es hinten funktioniert, dann klappt es vorne nicht“, stellt Martin Stroetzel fest.
Ergebnis: Der von ihm trainierte Fußball-NRW-Ligist SV Schermbeck wartet auch nach vier Spielen weiter auf den ersten Saisonsieg. Gerade mal ein Pünktchen steht auf der Habenseite des Tabellendrittletzten. Am Sonntag (15 Uhr) gastiert zum frühzeitigen „Kellerduell“ der bisher noch tor- und punktlose 1. FC Kleve am Waldsportplatz.
Nach dem 0:1 in der vorgezogenen Partie bei der SSVg. Velbert hat der Schermbecker Coach seiner Truppe erst einmal einen Tag frei gegeben. „Einfach um abzuschalten und mal zu Hause zu bleiben. Schließlich zehrt der Saisonverlauf auch an den Nerven“, erklärt der 44-Jährige. Sogar zwei Tage gönnte sein Klever Pendant Georg Kreß seiner Elf nach der 0:5-Heimklatsche gegen Velbert.
Gestern Abend hatte Martin Stroetzel die Truppe wieder zur Übungseinheit geladen. Einstimmung auf die Partie gegen Kleve, um deren Bedeutung der Coach weiß. „Es wäre schön, wenn da der Knoten platzt. Denn danach in Köln wird’s schwierig.“ Dabei hofft er, dass ein früher Treffer mal Sicherheit bringt. „Manchmal sind es einfach die Kleinigkeiten, die eine Begegnung entscheiden“, so Stroetzel.
Deshalb denkt er auch nicht daran, die Mannschaft großartig zu verändern, sie auseinander zu reißen. „Wir werden so weiter machen, ich vertraue der Mannschaft“, versichert Stroetzel. Vor den Baustellen verschließt er die Augen nicht. „Ich warte auf den Moment, an dem es wieder funktioniert“, sagt Stroetzel.
Auch bei Charly Kuntz, der nach seinem gelungenen Einstand mit einem Treffer in Speldorf der Form weit hinterher läuft. „Er hat über Jahre seine Tore geschossen“, erläutert der Trainer. Trotz „Bauchschmerzen“ behält der 26-Jährige seinen Platz neben Seyit Ersoy. „Auch von der rechten und linken Seite muss mehr kommen“, sagt Stroetzel fordernd.
Deshalb spielt er mit dem Gedanken, eine Umstellung innerhalb des Teams vorzunehmen und Yves Ntungi Lupitu wieder zurück in die Vierkette und dafür Max Bönighausen vorziehen. Eine endgültige Entscheidung ist aber noch nicht gefallen. Ganz sicher ist hingegen, dass Neuzugang Enes Kaya von Anfang an aufläuft. „Er wird bei uns eine tragende Rolle spielen“, so Stroetzel. Bis auf die Langzeitausfälle Pascal Odrich und Tobias Urban sind alle dabei. Stroetzel hofft natürlich darauf, dass ein Ruck durch die Reihen seines Teams geht und der Knoten endlich platzt. Die treuen Fans des SVS hätten es allemal verdient.
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