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Ein Derby mit Macken

19.09.2010 | 21:05 Uhr
Ein Derby mit Macken
Die Dorstener siegten verdient, aber ohne Glanz

Hervest. Frank Schiel ist ein Sportsmann: Nach dem 4:2-Sieg seines FC RW Dorsten gegen den SuS Hervest gestand der Spielertrainer ohne Umschweife ein, dass seine Mannschaft zwar verdient gewonnen hat, aber dabei nicht gut gespielt hat.

„In den ersten 20 Minuten lief es bei uns rund, doch dann haben wir den Faden verloren und uns auf das Spiel unseres Gegners eingelassen“, sagte Frank Schiel in seiner Analyse dieses Derbys. Die Hervester Gastgeber spielten nämlich zu diesem Zeitpunkt nach einer rot-gelben Karte nur mit neun Feldspielern. Trotz der eher mäßigen Leistungen gelang es Malte Hoffmann in der 35. Minute, das 1:0 für den FC zu erzielen. Die Hervester zeigten sich allerdings davon wenig beeindruckt und legten mit dem Halbzeitpfiff den Ausgleich nach. Torschütze war SuS-Trainer Thomas Lange. „Ich habe dann in der 55. Minute einen Elfmeter verschossen. Das hat uns etwas wachgerüttelt und wir haben uns mehr Chancen erspielt“, sagte Frank Schiel. Nico Filipovic verwandelte in der 75. Minute zum verdienten 2:1 für die Elf vom Jahnplatz. Einmal in Fahrt gekommen, war diese Mannschaft auch durch SuS nicht mehr so leicht zu bremsen. Igor Gajewski traf in der 80. Spielminute zum 3:1 für die Schiel-Elf und in diesem Augenblick glaubte man wohl in den Dorstener Reihen, das Match sei entschieden. Ein fataler Gedanke, denn in der 83. Minute schoss Kai Cipa die Hervester noch einmal in das Match zurück. Beim Stande von 3:2 mobilisierte Frank Schiel mit seinen Jungs noch einmal die Kraftreserven und stürmte gegen die durch eine weitere gelb-rote Karte dezimierte Hervester Mannschaft an. Sebastian Gabor erlöste mit seinem Treffer zum 4:2 für die Innenstädter von der Sorge, dass vielleicht doch zwei Punkte am Ellerbruch liegen bleiben könnten.

„Wir haben verdient gewonnen und es war wichtig, auf unserem Weg nicht in Hervest zu stolpern. Unser Spiel muss sich in Zukunft noch steigern. Alles andere macht keinen Sinn. Ich bin da aber guter Hoffnung“, sagte Frank Schiel nach der siegreichen Partie.

Jo Gernoth


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