Der Traum vom WM-Kampf reift
14.06.2010 | 15:12 Uhr 2010-06-14T15:12:00+0200
Dorsten.Nach einer rundum gelungenen Fight Night und Siegen Dorstener Kämpfer träumen die Organisatoren um Sebastian Louven von einem WM-Kampf in der Lippestadt.
Sebatian Louven ist ein ehrlicher Mann. Er hat versprochen, dass diese Fight Night, die am Samstag in der Halle Suden stattfand, eine der ganz besonderen sein wird. Der ehemalige Bergmann hat sein Versprechen wahr gemacht. Erstklassiger Sport, perfekter Service und ein gelungenes Rahmenprogramm.
Klar, dass eine Fight Night nicht ohne Muay-Thaiboxen auskommt. Louven hat diesen Sport nach Dorsten gebracht und zur Blüte getrieben. „Das war die erste Generation mit Timo Bonfiglio, Daniel Zerbin und Gerald Borg. Wir haben jetzt starke Nachwuchskämpfer“, sagt Louven und freut sich über den Generationswechsel.
Was Tobias Voss gegen den Oberhausener Kordian Scharla zeigte, war an der Grenze dessen, was ein Amateursportler bieten kann. Voss zeigte Herz und kämpfte sich mit Verstand zu einem umjubelten Punktsieg.
Das Publikum zeigte sich ausgesprochen sachkundig und bejubelte den Auftritt von Pia Mazelanik, obgleich dieser Auftritt sehr stark von der Taktik geprägt war. Claudia Ferenci, die nach eigenen Angaben aus Ungarn stammt, im WIBF-Verzeichnis allerdings als Slowenin geführt wird, boxte technisch schlecht. „Ich hatte keine Lust, mir einen Cut einzufangen, die ist immer mit dem Kopf zu tief gewesen“, sagte Mazelanik, die ihren Kampf sauber über die Runden brachte.
Über die Runden brachte auch Küchenchef Christoph Löhrmann seinen Kampf mit Filet und Brokkoli: Um 21 Uhr war die improvisierte Gourmetküche ausverkauft. Sportlich lieferte Kai Werner den Hauptkampf ab und dieser Fight hatte tatsächlich die Klasse, um als Hauptkampf bezeichnet zu werden. Werner trainiert regelmäßig mit Altmeister Bonfiglio. „Kai hat ein großes Potenzial. Eigentlich ist Mergim Ademi einen Entwicklungsschritt weiter als Kai, aber er hat ganz genau die Anweisungen von Emile Ripassa und von mir umgesetzt“, sagt Sebastian Louven.
In einem mitreißenden Finale sicherte sich Kai Werner einen Punktsieg, der mehr als verdient war. Die gut gefüllte Halle Suden spendierte stehenden Applaus für diese Leistung. Applaus kassierte auch Oleg Jakushov. Der Saxofonist aus der Ukraine inszenierte mit seinen Begleitmusikern erstklassige Musik und rundete diesen gelungenen Abend ab. Sebastian Louven hat das Bedürfnis seiner Besucher entdeckt und entsprechend bedient. „Ein genialer Abend. Ich bin richtig glücklich“, sagte Louven in seiner Dankrede an das Publikum. Gisbert Suden, mit dem Louven diese Fight-Night auf den Weg brachte, war ebenfalls angetan und bemerkte in seiner trockenen Art, dass er noch eine Halle hat und die ist größer als die vom Samstag. Groß genug für einen WM-Kampf.
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