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Der Kür folgt die Pflicht

19.02.2010 | 11:01 Uhr
Der Kür folgt die Pflicht

Dorsten.Nach zwei Siegen innerhalb von fünf Tagen gegen die starken Schwelmer Baskets schwappt eine Erfolgswelle durch Wulfen. Und wenn es nach BSV-Trainer Philipp Kappenstein geht, darf diese Welle ruhig noch ein bisschen weiter ihre Kreise ziehen.

Nach dem dramatischen Einzug ins WBV-Pokal-Halbfinale am Donnerstag steht aber schon Samstag um 20.30 Uhr die nächste harte Aufgabe auf dem Programm. Noma Iserlohn gastiert zum letzten Spiel der Wulfener in der Petrinumhalle. Dann beziehen die Wulfener wieder ihre Heimspielstätte in Barkenberg. „Es wäre natürlich schön, wenn wir uns mit einem Sieg aus der Petrinumhalle verabschieden würden”, sagt Philipp Kappenstein.

Aber er weiß auch, dass das nicht einfach wird. Nur 48 Stunden nach dem körperlich und mental anstrengenden Duell mit den Schwelmer Baskets müssen die Wulfener auch gegen Iserlohn voll konzentriert zu Werke gehen. „Iserlohn ist eine sehr unangenehme Mannschaft, die erst jetzt richtig in Gang gekommen ist, nachdem sie in der Hinserie einige Probleme hatte”, erklärt der BSV-Coach, der glaubt, dass sein Team keine Probleme haben wird, den Fokus sofort auf den neuen Gegner zu setzen. „Dadurch, dass wir das Spiel gewonnen haben, fällt uns das leichter. Jetzt sitzt keiner zu Hause und hadert mit einer Niederlage. Alle haben noch einen Motivationsschub bekommen.” Aber vor allem vor dem starken Iserlohner Powerforward Frank Benson, der schon mehrfach Topscorer der Liga war, warnt Kappenstein.

„Das Spiel müssen wir in der Defense gewinnen. Wenn wir einfache Körbe zulassen und nur hinter Iserlohn herrennen, haben wir durch den Kräfteverschleiß im Pokal einen zu großen Nachteil”, so Kappenstein. Gut, dass er sich auf die tiefe Bank verlassen kann. Gegen Schwelm punkteten acht BSV-Akteure, fünf von ihnen zweistellig. „Ich hoffe, dass wir durch das Rotieren im Pokal ein wenig Kräfte sparen konnten. Trotzdem müssen wir uns aktiv regenerieren, um gegen Iserlohn wieder Vollgas geben zu können.” Deshalb steht vor dem Meisterschaftsspiel nur eine lockere Einheit auf dem Programm. Beine lockern, die Spielsysteme des Gegners verinnerlichen und „viel Werfen”, so der Trainer. Mit der unterirdischen Trefferquote aus der ersten Halbzeit des Pokalspiels habe das aber nichts zu tun.

Von großen Feierlichkeiten nach dem Halbfinaleinzug hatte Kappenstein seinen Spielern ohnehin abgeraten, dafür hatten die Fans aber ihren Spaß. Aber auch die müssen am Samstag wieder voll da sein. „Sie haben uns gegen Schwelm zwei Mal zum Sieg getragen und wir brauchen sie gegen Iserlohn wieder mehr denn je. Das Team hat mit den zwei Siegen beste Werbung gemacht und hätte sich eine volle tobende Halle für das Spiel am Samstag verdient.”

Auf einen BSV-Sturmlauf dürfen die Zuschauer allerdings nicht hoffen. „Wir müssen Ruhe in unser Spiel bekommen und versuchen konzentriert und konsequent zu punkten. Gegen Schwelm haben wir uns zu oft zu einfach aus unseren Systemen bringen lassen und dann wild geworfen. Das darf gegen Iserlohn auf keinen Fall passieren.” Wie ein Sieg zustande kommt wird den Wulfener Fans aber auch egal sein, Hauptsache sie können noch ein bisschen auf der Erfolgswelle surfen.

Felix zur Nieden

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