Der Garten des Trainers
19.02.2010 | 18:05 Uhr 2010-02-19T18:05:00+0100
Hardt. Die Frage nach der Bespielbarkeit der Fußballplätze, die dieser Tage allerorts gestellt wird, kann Martin Schmidt, Trainer von Fußball-Landesligist SV Hardt, nicht mehr hören.
„Wir sind Fußballer, ich verstehe das nicht. Da gehört es dazu, dass es im Winter kalt ist und man ein bisschen nass wird. Wenn das so weitergeht müssen wir bald von April bis September spielen“, so die klare Ansage des Übungsleiters.
Jetzt scheint es aber mit der Warterei auf den Start des Fußballjahres 2010 der Amateure vorbei zu sein. Am Sonntag empfängt der SV Hardt Westfalia Gemen zum Duell auf dem Tennenplatz an der Storchsbaumstraße, vorausgesetzt die Asche schluckt geschmolzenen Schnee und Eis einfach weg. „Kein Problem, bei mir im Garten könnten wir schon wieder spielen, dann geht das auf dem Ascheplatz auch“, so Schmidt.
Dennoch ist die Ausgangslage für den Zweitplatzierten nicht besonders rosig, denn mit Christopher Seiffert fällt ein Ideengeber im Mittelfeld für den Rest der Spielzeit aus. „Ich lamentiere nicht gern über Spieler die fehlen. Natürlich ist es bitter, dass Christopher sich verletzt hat, aber wir müssen mit den Spielern arbeiten, die uns zur Verfügung stehen“, sagt Schmidt. Matthias Knoblauch könnte die Lücke im Mittelfeld stopfen, oft mit der Mannschaft gespielt hat er aber noch nicht.
Die Stimmung im Team ist trotz der wetterbedingt schlechten Wintervorbereitung gut. „Wir haben die letzten zwei Wochen immer auf dem Platz trainiert, weil Konditionstraining auf den vereisten Wegen zu gefährlich war. Das kommt den Spielern natürlich entgegen und erhöht den Spaßfaktor“, erklärt Schmidt.
Dass seine Akteure konditionell mit anderen Teams gegen Ende der Spiele nicht mehr mithalten könnten, erwartet er dennoch nicht. „Alle Mannschaften hatten mit den gleich Problemen zu kämpfen, deshalb glaube ich auch, dass die Voraussetzungen für alle ähnlich sind.“ Von einem Angriff auf die Landesliga-Spitze will Martin Schmidt aber trotz des zweiten Tabellenplatzes nichts wissen. „Von den drei Teams oben sind wir der Außenseiter, aber das ist auch eine schöne Herausforderung. Wir werden elf Spieler mit gehobenem Landesliga-Niveau aufs Feld schicken, die alles geben werden.“
0mitdiskutieren