Der Commander bleibt
25.04.2009 | 12:02 Uhr 2009-04-25T12:02:00+0200Regionalliga-Kader des BSV Wulfen fast komplett
Wulfen. Der „Commander" bleibt an Bord. Daniel Stagneth, 2,03 m großer Center-Routinier des BSV Wulfen, bleibt dem Basketball-Regionalligisten auch in der kommenden Saison erhalten. Der mit 31 Jahren älteste Spieler im Wulfener Kader geht mit dem BSV in seine 5. Saison, ist nach Kapitän Philipp Lensing der dienstälteste Akteur im Kader von Trainer Philipp Kappenstein.
„Ich habe immer gesagt, dass ich mich in Wulfen absolut wohl fühle. Ich kann mir gut vorstellen, hier meine Regionalliga-Karriere zu beenden. Wulfen hat die besten Fans der Liga." Diese Worte von Stagneth, der von Beginn an zu den Publikumslieblingen im Wolfsrudel galt, sind Balsam auf die Seelen der Fans. Denn die Verhandluungen von Volker Cornelisen, dem sportlichen Leiter des BSV, und dem „Commander", wie die BSV-Fans den Hünen aus Marl liebevoll nennen, zogen sich über Wochen hin. „Wir sind froh, dass wir uns mit Staggy einigen konnten", erklärte Volker Cornelisen. „Wir können seine Erfahrung und seine Durchsetzungskraft unter den Körben in den nächsten Jahren noch sehr gut gebrauchen."
Daniel Stagneth begann seine Basketball-Laufbahn relativ spät beim Marler BC. Von dort holte ihn sein Onkel Alois Buschmann zur BG Dorsten und formte ihn zu einem Leistungsträger in der Regionalliga. 2005 wagte er dann den viel beachteten Wechsel zwischen den Erzrivalen, tauschte als 27-Jähriger das BG-Trikot mit dem BSV-Dress. In der selben Saison stieß übrigens Philipp Kappenstein als Spieler zum BSV Wulfen. Heute ist „Kappes" der Trainer seines früheren Mannschaftskameraden. In vier Regionalliga-Jahren erzielte Stagneth 1094 Punkte für den BSV, im Schnitt 10,5 Punkte pro Spiel. Von 106 Wulfener Regionalliga-Spielen verpasste der „Commander" gerade einmal zwei Matches. 2006 wurde er unter Markus Zöllner WBV-Vizepokalsieger.
Fast schon zur Tradition gehört es, dass Daniel Stagneth bei der Teamvorstellung mit der Rückennummer 15 als letzter BSV-Spieler in die dunkle Gesamtschulhalle einläuft und dabei die Wulfener Fahne mit dem Wolfskopf schwingt. Aufgrund der Brandstiftung in der Gesamtschulhalle steht heute noch nicht fest, in welcher Halle Stagneth in Zukunft die Wulfen-Fahne beim Einlauf tragen wird.
Bis Juni wird der BSV Wulfen nun seine zwei amerikanischen Spieler auswählen. Gesucht werden ein Spielmacher und ein Powerforward. Die Schlüsselpositionen der deutschen Akteure sind mit der Weiterverpflichtung von Stagneth nun besetzt. Aus der Vorjahressaison, die der BSV unter Trainer-Rookie Philipp Kappenstein als Regionalliga-Vierter beendete, sind Philipp Lensing, Steffen Hummelt, Romeo Bakoa, Jan Letailleur und Daniel Stagneth geblieben. Vom GV Waltrop stieß Christoph Bruns zum BSV. Um die Positionen 9 bis 12 können sich bis Juli junge Talente aus der Region bewerben. Zu den Kandidaten zählen aus dem letztjährigen Kader Steffen Diederich, Bastian Naber und Philipp Mazur. Aber auch Wulfener Eigengewächse wie René Penders erhalten ihre Chance. Am 23. Juli steigt der BSV Wulfen dann ins Mannschaftstraining ein. Die offizielle Teamvorstellung erfolgt dann am Sonntag, 16. August, mit einem großen Fest am Wulfener Brauturm.
15:23
Staggi, nett dass du bleibst. Hoffe du kriegst in der neuen Saison auch mal den Ball von den Amis.