BSV Wulfen siegt in letzter Sekunde
12.02.2012 | 20:49 Uhr 2012-02-12T20:49:00+0100
Wulfen.Da hielt es niemanden mehr auf den Sitzen. Nach dem Siegtreffer von Hendrik Bellscheidt mit der Schlusssirene zum 75:73 stürmten die Wulfener Zuschauer das Spielfeld und feierten ihre Mannschaft, als hätte diese gerade die Meisterschaft perfekt gemacht.
BSV-Trainer Sebastian Borgmann überglücklich nach dem zweiten wichtigen Sieg in Folge: „Das war zwar glücklich, aber wir sind nicht unverdient als Sieger vom Feld gegangen.“ Und legte mit Blick auf das schwere Spiel in Herten am kommenden Mittwoch nach: „Unsere Jungs haben jetzt einen Lauf - das soll man nicht unterschätzen.“
Wulfen startete recht ansprechend ins Spiel und lag nach drei Minuten mit 8:5 vorn. Nach einem „Dreier“ des Stahnsdorfers Robin Jorch und einem des starken US-Regisseurs Keoni Watson (21 Punkte/3 Dreier) der Gäste lag der RSVE dann plötzlich mit 22:13 in Front.
Am Ende des ersten Viertels führte das Team von RSVE-Trainer Vladimir Pastuschenko mit 24:18 und baute den Vorsprung nach einigen Wulfener Tiefschlafphasen in der Verteidigung über 35:25 (15.) auf 40:27 (17.) aus. Zur Halbzeitpause lag Stahnsdorf dann mit 44:36 vorn und hatte sich mit 25 gegenüber 12 auf Wulfener Seite die klare Rebounddominanz erarbeitet.
Der RSV Eintracht hatte dabei aber auch von einigen strittigen Entscheidungen den Refereegespanns Kammann/Sünnen profitiert, das sich in dieser Partie einer Schiedsrichterbeobachtung unterziehen musste.
In der Kabine richtete Borgmann wohl die richtigen Worte an sein Team, denn der BSV kam wie verwandelt zurück auf das Spielfeld. Die Partie wurde nun hitziger und emotionsgeladener. Nach einem Ballgewinn brachte Romeo Bakoa den BSV per Korbleger mit 54:53 wieder in Führung (29.) und mit einem 57:57-Remis ging es in das an Dramatik kaum zu überbietende Schlussviertel. Das eröffnete der nun stark aufspielende Rod Sherman (17/2) mit einem Wahnsinns-„Dreier“ zum 60:57 und zeichnete im Alleingang für die hauchdünne Wulfener 64:63-Führung (33.) verantwortlich. Zu viele Offensivrebounds konnte sich Stahnsdorf in der Folge angeln, Hendrik Bellscheidt (11/1) sorgte aber 32 Sekunden vor dem Ende wieder für den 73:73-Ausgleich.
Angriff Stahnsdorf, das aber die Angriffszeit ohne Korbversuch verstreichen lassen musste. Steve Briggs fasste sich beim folgenden Wulfener Angriff ein Herz - und traf nur den Ring. Den abprallenden Ball griff sich Bellscheidt und beförderte das Leder mit der Schlusssirene zum umjubelten Sieg in den RSVE-Korb. Nun hat der BSV sogar wieder die Play-Offs in Reichweite - mit einem weiteren Erfolg.
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