BSV Wulfen erreicht das Finale
28.02.2010 | 22:12 Uhr 2010-02-28T22:12:00+0100
Barkenberg.BSV Wulfen
– SV Derne Dortmund
93:77
Der BSV Wulfen steht zum vierten Mal im Finale des WBV-Pokals. Das Team von Trainer Philipp Kappenstein besiegte am Sonntag den SV Derne Dortmund souverän mit 93:77 und trifft nun in der Woche zwischen dem 22. und 28. März im Finale auf den Zweitregionalligisten Citybasket Recklinghausen.
Unter den 554 Zuschauern in der frisch renovierten und für den Spielbetrieb wieder freigegebenen Sporthalle der Barkenberger Gesamtschule war auch eine Delegation des Finalgegners. Sie verließ nach 40 eintönigen Basketball-Minuten beeindruckt die Spielstätte. Wulfen ließ seinem Gegner nicht den Hauch einer Chance. Und das liegt ohne Frage auch an dem Umstand, dass der Pokal seine eigenen Gesetze hat. Denn im Gegensatz zu den Ligaspielen dürfen die Teams dort drei US-Amerikaner einsetzen. Und der BSV macht aus der Not eine Tugend. Ryon Howard, der nach seiner Fußverletzung schnell wieder fit wurde, sammelte schon im Viertelfinale gegen die Schwelmer Baskets Spielpraxis und war auch diesmal wieder dabei.
Es wäre aber nur die halbe Wahrheit, wenn die Wulfener Überlegenheit gegen Dortmund nur den drei US-Amerikanern Chris Commons, Mike Gordon und Ryon Howard zugeschrieben werden würde. Das Wulfener Team überzeugte von Beginn an durch mannschaftliche Geschlossenheit. Schon im ersten Viertel fühlte sich der BSV nach Monaten der Abwesenheit wieder heimisch in der Barkenberger Gesamtschulhalle. 25:16 endete das erste Viertel. Die Führung der Wulfener schmolz zur Halbzeit nur unwesentlich (46:38).
Dortmund hatte Pech, als sich Tim Schönborn kurz vor der Halbzeitpause schwer am Knie verletzte und nicht mehr eingesetzt werden konnte. Ohnehin hatte Coach Peter Radegast mit Personalproblemen zu kämpfen. Dortmunds US-Amerikaner De Andre Byrd konnte merklich angeschlagen nur kurze Phasen eingesetzt werden und kam am Ende auf für ihn unakzeptable zwei Punkte.
Wulfen setzte sich unter diesen Voraussetzungen im dritten Viertel spielerisch leicht ab. Zwischenzeitlich lagen 17 Punkte zwischen beiden Mannschaften. Und das Ergebnis wäre am Ende noch deutlich klarer ausgefallen, wenn Trainer Philipp Kappenstein nicht vorsorglich das Tempo aus dem Spiel genommen hätte.
Kräfte sparen lautete so auch das Motto der letzten Minuten. Denn wirklich wichtig wird es für den BSV Wulfen erst am 6. März. Dann muss der Tabellenzweite der Regionalliga seinen Aufstiegsplatz im Duell mit dem direkten Konkurrenten verteidigen. „Grevenbroich kann kommen“, sagte Kappenstein nach der Pokalpartie.
00:10
Sauber, Jungs.