4:4 = 356:353
14.09.2008 | 21:25 Uhr 2008-09-14T21:25:14+0200Das Endergebnis will nicht richtig schmecken, aber ganz großer Badminton-Sport zum Saisonauftakt zwischen dem BVH Dorsten und Rot-Weiß Wesel bei der Punkteteilung
BADMINTON ZWEITE BUNDESLIGA BVH Dorsten BV Rot-Weiß Wesel 4:4 1. Herren-Einzel: Saber Afif - Rune Massing 21:13; 19:21; 14:21; 2. Herren-Einzel: Matthias Kuchenbecker - Stephan Löll 21:19; 17:21; 17:21; 3. Herren-Einzel: Jens Ehlert - Benjamin Wanhoff 21:15; 21:15; Damen-Einzel: Miriam Mroß - Diane Lakermann 21:16; 21:19; 1. Herren-Doppel: Afif/Muyris - Löll/Szkudiarczyk 13:21; 9:21; 2. Herren-Doppel: Kuchenbecker/Ehlert - Massing/Wanhoff 21:18; 21:18; Damen-Doppel: Mroß/Bölter - Vaessen/Lakermann 23:21; 21:13; Mixed: Muyris/Bölter - Szkudlarczyk/Vaessen 21:18; 18:21; 16:21 Hervest. Matthias Lindner, Trainer der Hervester Zweitliga-Badminton-Artisten, neigt eigentlich nicht zu vulgären Kraftausdrücken. Aber nach dem 4:4 zum Auftakt der zweiten Bundesliga gegen Rot-Weiß Wesel wurde er laut: "Son' Scheiß. Die haben nicht ein Spiel klar gewonnen. Dreimal mussten wir in den dritten Satz. Und dreimal haben wir verloren. Mensch, ist das ärgerlich."
Alles nachvollziehbar. Lindner, in der zweiten Generation Synonym für Badminton in Hervest, wollte das Derby gewinnen. Andererseits erkannte er natürlich auch die Qualität der Spiele und damit des Gegners: "So ein Einzel wie zwischen unserem Neuzugang Saber Afif und Rune Massing aus Wesel habe ich in unserer Halle noch nicht gesehen. Allererste Sahne!"
Und natürlich hatte er auch eine Gegenspielerin, die mit allen Wassern gewaschen ist. Denn Wesels Trainerin Nicole Weidemann betreute bis zum Bundesliga-Rückzug die Mannschaft aus Bottrop. Und war da Trainerin von Matthias Kuchenbecker. Der spielt jetzt in Hervest. Und traf auf Stephan Löll. Gegen den hat er noch nie verloren. Aber, wie gesagt, Weidemann war Kuchenbeckers Trainerin und kennt all seine Stärken und Schwächen. Und stellte Stephan Löll dementsprechend ein. Kuchenbecker verlor in drei Sätzen. . .
Entscheidender für das 4:4 waren allerdings das verlorene erste Herren-Doppel und vor allem das meist so unangreifbare Mixed Remco Muyris/Monja Bölter. Aber hier relativiert Lindner: "Zu Saisonbeginn müssen sich die Doppel immer erst noch finden. Da kann es schon mal passieren, dass ein Spiel verloren geht."
Aber es gab auch eine Menge erfreulicher Aspekte. Die Mannschaft harmoniert schon ganz ausgezeichnet und auch der Publikumszuspruch war für Hervester Verhältnisse (und die sind gut) schon ganz erfreulich. Rund 100 Besucher sahen den ersten Punkt der Liga für den BVH. Es wird noch eine ganze Menge Spieltage dauern, bis sich herausstellt, ob dieser Punkt beim 4:4 gegen Wesel ein gewonnener Punkt oder ein verlorener Punkt war. Andererseits - wenn nach Stunden ausgesprochen intensiven Spiels die Einzelpunkt-Verteilung 356:353 (für den BVH) lautet, dann war es wirklich knapp.
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