„Zebras“ gastieren beim TV Voerde

Sie freuen sich auf den MSV: (v.l.) Michael Braun, Stefan Feder, Henning Brands und Trainer Torsten Klump.
Sie freuen sich auf den MSV: (v.l.) Michael Braun, Stefan Feder, Henning Brands und Trainer Torsten Klump.
Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Servi
Was wir bereits wissen
Fußball-A-Kreisligist TV Voerde empfängt am Samstag, 27. Juni, den Zweitliga-Aufsteiger MSV Duisburg zu einem Freundschaftsspiel.

Voerde..  Manche Geschichten wiederholen sich im sportlichen Leben, für Torsten Klump sogar eine ganz besondere. Als 20-Jähriger schnürte der einst die Fußballschuhe für den SC Wacker Dinslaken in der Bezirksliga, an eine Partie vom 12. September 1989 erinnert er sich dabei noch genau. Damals durfte der junge Spieler zum Freundschaftskick gegen den MSV Duisburg aufs Feld. Klumps direkter Gegner hieß „Pino“ Steininger, der gerade mit seinem Team in die 2. Liga aufgestiegen war. Mehr als 25 Jahre später trainiert Torsten Klump heute den A-Kreisligisten TV Voerde, der MSV schaffte am vergangenen Samstag die ersehnte Rückkehr in die 2. Liga – und im Sommer steht ein Treffen des Voerder Coaches mit der eigenen Vergangenheit an: Am Samstag, 27. Juni, um 16 Uhr kommen die aktuellen „Zebras“ zu einem Vorbereitungsspiel für die neue Saison nach Voerde.

„Eine ganz tolle Sache“, freut sich Torsten Klump, „das ist auch für die Spieler etwas Außergewöhnliches“. Den Kontakt nach Meiderich haben die Verantwortlichen Sven Beuckert zu verdanken. Der Torwarttrainer des MSV bietet seit einiger Zeit auf der Anlage des TV Voerde eine Torwartschule an und brachte Michael Braun, Beisitzer im Voerder Jugendvorstand, mit den Planern auf Duisburger Seite zusammen. Nur zwei Spiele wolle der Zweitliga-Neuling zwischen zwei Trainingslagern in der Sommerpause in heimischen Gefilden bestreiten, hieß es – die Gelegenheit, eine der Partien zu bekommen, nahm der Kreisligist dankbar an: Zwischen dem ersten Gespräch und dem Vertrag für das Freundschaftsspiel lagen gerade einmal drei Tage.

Die Einnahmen aus der Begegnung teilen sich die Vereine hinterher nach einem prozentualen Verteilungsschlüssel. „2500 Zuschauer sind für mich ein Ziel“, sagt Michael Braun. 6 Euro soll der Eintritt für Erwachsene kosten, 3 Euro ermäßigt. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre haben freien Eintritt. Die Karten sind allerdings noch nicht gedruckt, der Vorverkauf beginnt erst zu einem späteren Zeitpunkt. „Wir wollen rund um das Spiel einen Familientag gestalten“, verspricht Voerdes Sportlicher Leiter Patrick Frosch. Neben einem Vorspiel soll es eine Hüpfburg und Torwandschießen geben, aus Duisburg kommt Maskottchen Ennatz mit und der mobile Fanshop. Neben dem Erlebnis geht es für den TVV um ein handfestes finanzielles Engagement: Von jeder verkauften Eintrittskarte geht 1 Euro in das geplante Projekt zum Bau eines Kunstrasens. „Wir wollen der Stadt Voerde zeigen, dass wir etwas dafür tun und nicht nur Unterstützung wollen“, bekräftigt Frosch.

Sportlich erwartet Torsten Klump ein „absolutes Highlight“; der abgeschlossene Vertrag sieht vor, dass MSV-Trainer Gino Lettieri nicht nur eine verstärkte Reservemannschaft, sondern den Stamm seines Teams auf dem Voerder Rasen auflaufen lässt. Wegen des frühen Termins gerade einmal drei Wochen nach dem Ende der Meisterschaftssaison lässt Klump seine Spieler vorzeitig zum Training antreten: „Wir machen extra vor dem MSV-Spiel zwei Einheiten.“ Der eigentliche Trainingsbeginn ist erst für den 5. Juli vorgesehen. Auch Patrick Frosch, der Klump in Personalunion als Co-Trainer assistiert, bereitet sich auf dem Fußballplatz aktiv vor: „Vielleicht darf ich ja noch einmal spielen“, meint er augenzwinkernd. Beim Aufeinandertreffen einer Voerder Stadtauswahl mit dem MSV am 11. Juli 2004 war Frosch schon einmal dabei.

Ob’s diesmal wieder so ausgeht wie seinerzeit? Damals setzten sich die „Zebras“ mit 10:0 durch – noch deutlicher als zu Klumps Zeiten im September 1989: „Wir haben lange gut mitgehalten“, erinnert sich der Trainer, „aber am Ende gab’s eine 1:7-Klatsche“.

Klumps Gegenspieler „Pino“ Steininger traf übrigens zweimal.