Wunschstart für den TVV

Entschärfte in der Defensive
Entschärfte in der Defensive
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Voerde. TVV fertigt Dahlbruch am zweiten Spieltag der Faustball-Bundesliga mit 5:0 ab. Schwächephase im fünften Satz.

Der Saisonstart ist eigentlich nicht die Sache des TV Voerde. Diesmal scheint sich aber eine Wende abzuzeichnen: Nach dem 3:5 beim VfK Berlin ließ der Aufsteiger in der Faustball-Bundesliga einen mühelosen 5:0 (11:4, 11:7, 11:8, 11:6, 11:9)-Heimsieg gegen den TuS Dahlbruch folgen. Groß aufspielen musste der TVV nicht gerade, um die fehlerhaften Gäste zu bezwingen, die erst im letzten Satz zur Gefahr wurden. Daher hielt sich die Feierlaune bei Trainer Sebastian Pynappel in Grenzen. Ein „Wunschstart“ sei der Auftakt aber allemal.

Die letzten zwei Punkte passten zur Gesamtleistung des TuS Dahlbruch. Ein Annahme- und ein Aufschlagfehler des schwachen Schlagmanns Mats Eiland verhalfen dem TV Voerde zum 11:9-Satzgewinn und damit zu einem glatten 5:0-Sieg. Im letzten Satz hatten die Voerder den Gang rausgenommen, agierten selten konzentriert und lagen folgerichtig mit 1:5 hinten. Der TVV riss das Ruder noch herum, auch dank der zahlreichen TuS-Fehler. Davor hatte der TVV die Begegnung in der Hand.

Nach nur wenigen Minuten führten die Hausherren den ersten Satz mit 7:1 an und ließen sich den auch nicht mehr nehmen. Beim 2:0 im zweiten Satz setzte der Regen ein, der TVV konnte sich auf den rutschigen Rasen schneller einstellen, parierte die Angriffsschläge sicherer als die Gäste. Bei Dahlbruch lagen auch im dritten Satz die Abstimmungsschwierigkeiten offen. Auf Voerdes Seite dagegen passten die Vorlagen von Kevin Schmalbach, die Philip Hofmann und Jan- Niklas Wolff zielsicher zu nutzen wussten. Nach dem 8:11 schritt Dahlbruchs Schlagmann Eiland frustriert vom Platz und hatte auch nach dem vierten Satz keine bessere Stimmung. Zwei wichtige Asse von Wolff besorgten das 11:6.

Schwächephase überstanden

Als „reine Kopfsache“ bewertete Pynappel den folgenden Einbruch, der nicht tragisch endete. Die Schwächephase hatte sogar ihr Gutes, denn der TVV ging mit der Erkenntnis aus dem Spiel, auch in schwierigen Phasen den Schalter umlegen zu können. „Es war wichtig, dass wir in unserer Schwächephase dran geblieben sind.“ Mit dem 9:8 erzielten die Voerder die erste Führung, das 9:9 nach der Dahlbrucher Auszeit sollte der letzte Gäste-Punkt an diesem Samstag bleiben.

Pynappel hatte berechtigte Gründe, den Optimismus zu dämpfen. Zum einen, weil auch dem TVV noch einige Fehler unterliefen: „Wir haben zu viele Schwächen in der Defensive gehabt.“ Zum anderen, weil Dahlbruch an diesem Tag nicht das Maß der Dinge war: „Wir wissen, wie wir das 5:0 einzuordnen haben.“

Erst die kommenden Aufgaben werden zeigen, wo der aktuelle Tabellenfünfte steht. Am nächsten Wochenende müssen die Voerder zum VfL Kellinghusen reisen, der sich gegen den TuS mit 5:4 durchsetzte. Außerdem wird noch abzuwarten sein, ob der nur sechs Mann große Kader ausreicht. „Wir haben die Qualität, aber es darf nicht viel passieren“, gibt Pynappel zu Bedenken. Marcus Evers, der in der Hallensaison zurückkehrte, blieb wegen Knieproblemen vorsichtshalber draußen. Vergangene Woche musste Pynappel schon notgedrungen sein Spieler-Comeback geben. Schwere Verletzungen dürfen die Voerder in dieser Saison nicht ereilen.

TVV: Wolff, Hansen, Schmalbach, Fischer, Hofmann, Evers.