Wiedergutmachung für die letzte Heimspielpleite klappte nur bedingt

Spielmacherin Larissa Heil wurde vor allem am Kreis eingesetzt. Die Friedrichsfelderin konnte von dort zwei Tore beisteuern.
Spielmacherin Larissa Heil wurde vor allem am Kreis eingesetzt. Die Friedrichsfelderin konnte von dort zwei Tore beisteuern.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Voerde. „Vereinigte“ verteidigten gegen Aldekerk II den dritten Platz in der Handball-Verbandsliga.

Den Handballerinnen der SV 08/29 Friedrichsfeld saß vor dem Heimspiel nicht nur die „Zweite“ des TV Aldekerk im Nacken. Auch wollten die „Vereinigten“ mit einem Sieg Wiedergutmachung für die letzte Heimspielpleite betreiben. Das Erste gelang: Durch den 23:19 (11:10)-Sieg verteidigten die Friedrichsfelderinnen Rang drei in der Verbandsliga. Letzteres klappte nur bedingt. Zum einen waren aufgrund des deutschen WM-Spiels zu wenig Zuschauer in der Halle. Zum anderen stand der Erfolg bis zum Schluss auf wackeligen Beinen.

Trainer Felix Linden hatte vorab vor der offensiven 3-2-1-Abwehr gewarnt. Die bissige Defensive stellte die Friedrichsfelderinnen von Beginn an vor große Probleme. Aufgrund der Personallage belegte Rechtshänderin Nicole Schulte-Euler die Rechtsaußen-Position. Susi Scheja, Andra Loredana-Pop und Danielle Beckord hatten Mühe, die Aufgabe spielerisch zu lösen. Zwar führten die Gastgeberinnen mit 3:1 (5.), doch der TVA holte rasch zum 4:4 auf. Ein Muster, das sich über fast die gesamte Spieldauer wiederholte. Mit ihrem vierten von insgesamt fünf Treffern erhöhte Susi Scheja, die an diesem Tag beste Spielerin in den Friedrichsfelder Reihen, kurz vor der Pause auf 11:9.

Katharina Dronia hatte in Hälfte eins zwar einige gute Paraden gezeigt, die erfahrenere Nicole Hillig verlieh den Friedrichsfelderinnen aus dem Tor aber deutlich mehr Sicherheit. Absetzen konnten sich die „Vereinigten“ trotzdem nicht. Wie in der ersten Halbzeit unterliefen den Gastgeberinnen zu viele technische Fehler. Unkonzentriertheiten und schwache Abschlüsse hielten die TVA-Damen im Spiel, die trotz zahlreicher Leihgaben an die „Erste“ wacker kämpften. Auch in Überzahl konnten die Friedrichsfelderinnen beim 18:15 keine Vorentscheidung treffen. Drei Minuten vor Abpfiff führten Lindens Damen hauchdünn mit 20:19. Andra Loredana-Pop, die in den zurückliegenden Minuten wenig Glück hatte, drehte noch einmal auf und stockte mit ihren letzten beiden Einzelaktionen die Führung auf. Beim 23:19 blieb es. „Wir hatten allein in Halbzeit eins elf Tempogegenstöße. Da hätten wir uns absetzen können“, klagte Linden. „Uns hat eine durchschnittliche Leistung zu einem Sieg gereicht.“

08/29: Dronia, Hillig; Heil (2), Loredana-Pop (6/2), Langert (1), Schulte-Euler (6/6), Beckord (1), Scheja (5), Ohm, Lippmann (1), Laatz (1).