Wechselbad mit Happy End
12.02.2012 | 17:50 Uhr 2012-02-12T17:50:00+0100
Dinslaken. TV Jahn bekam beim 27:24 über die SG Dülken noch einmal die Kurve und hat nun vier Zähler Vorsprung auf die Abstiegsränge. Nach 20 Minuten Bruch im Spiel.
Dass die Nervosität ein Faktor werden könnte im so wichtigen Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten SG Dülken, hatte Werner Enders geahnt. Der Zeitpunkt, zu dem die Hiesfelder Oberliga-Handballer begannen, Nerven zu zeigen, überraschte den erfahrenen Trainer dann jedoch völlig. 20 Minuten lang hatten die „Veilchen“ in der Ausweich-Spielstätte Hans-Efing-Halle sehr ordentlich gespielt und die Partie bei einem Sechs-Tore-Vorsprung vollkommen im Griff, als plötzlich kaum noch etwas zusammen lief. Es dauerte lange, bis sich die „Veilchen“ wieder fingen. Aber immerhin bekamen die Hausherren noch einmal die Kurve und siegten schließlich gegen biedere Dülkener verdient mit 27:24 (14:13).
„Das kann natürlich auch ins Auge gehen, wenn man einen Gegner wieder so stark macht. Da hat nicht viel gefehlt, dann hätten wir die Quittung dafür bekommen“, hätte Enders sich eigentlich einen etwas geruhsameren Vormittag gewünscht. Dass es tatsächlich noch einmal so richtig spannend wurde, konnte der Coach hinterher natürlich verschmerzen, denn unter dem Strich zählten für die Hiesfelder in der momentanen Situation nur die Punkte. Durch den Erfolg hat der TV Jahn nun vier Zähler Vorsprung auf Dülken, die auf dem 13. und damit ersten Abstiegsplatz rangieren.
Enders, der Oliver Holzmann aus der Reserve und Arne Kripke aus der „Dritten“ für Notfälle hinter der Bank postiert hatte, beide aber nicht einsetzen musste, sah seine Schützlinge nach hektischen ersten Angriffen schnell in der Spur. Die Abwehr stand – gerade gegen das gefürchtete SG-Spiel über den Kreis – gut, eroberte viele Bälle, die vorne allerdings nicht immer konsequent genug verwertet wurden. Der 14:8-Vorsprung war zwar durchaus komfortabel, hätte zu diesem Zeitpunkt gegen eine Dülkener Mannschaft, die sich mehr auf die Schiedsrichtentscheidungen als auf das eigene Spiel konzentrierte, eigentlich noch viel höher ausfallen müssen.
Ausgerechnet eine Auszeit des Hiesfelder Trainers schienen die Gäste dann aber zu nutzten, um sich wieder auf das Wesentliche zu besinnen. Dem TV Jahn gelang dagegen gar nichts mehr. 50 Sekunden nach dem Wechsel hatte Dülken erstmals ausgeglichen. Hiesfeld kam nun zwar wieder etwas besser rein, konnte die SG aber erst einmal nicht mehr abschütteln. Im Gegenteil: Beim 19:20 (49.) stand die Partie noch auf des Messers Schneide.
Gut, dass in dieser Phase auch Marco Hofmeister, der bis dahin gar nichts getroffen hatte, nicht den Kopf in den Sand steckte und drei wichtige Treffer erzielte. Für den recht früh „abgetauchten“ Christian Ginters übernahmen jetzt auch Marian Kurtz und Niko Möhle erfolgreich Verantwortung. Spätestens beim 26:22 (58.) durch den ersten Treffer von Marek Scharfenberg war die Begegnung dann entschieden.
Jahn: Meyer, Schnier; Kurtz (3), Busjan (9/3), Ginters (4), Gensch (3), Scharfenberg (1), Schwengers, Hofmeister (4), Möhle (3).
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