Voerder Herren dürfen weiter träumen

Die Voerder Faustballer setzten sich gegen den VfL Kellinghusen mit 5:2 durch.
Die Voerder Faustballer setzten sich gegen den VfL Kellinghusen mit 5:2 durch.
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Die Bundesliga-Faustballer des TV Voerde schlugen den VfL Kellinghusen 5:2 und dürfen von der Endrunde zur Deutschen Meisterschaft träumen.

Voerde..  Den Klassenerhalt praktisch perfekt gemacht, den Tabellensechsten VfL Kellinghusen weiter distanziert und sich zudem die theoretische Möglichkeit auf die Teilnahme an der Endrunde zur Deutschen Meisterschaft in Hirschfelde erhalten: Der Sonntag hätte für den Faustball-Bundesligisten TV Voerde kaum besser laufen können. Das 5:2 (11:6, 9:11, 11:8, 9:11, 11:7, 11:6, 11:8) gegen Kellinghusen war zwar wahrlich kein Augenschmaus für die Zuschauer, trotzdem war Voerdes Trainer Sebastian Pynappel durchaus zufrieden: „Wir haben nach dem neunten Spieltag fünf Siege auf dem Konto und haben somit genug gesammelt, um den Klassenerhalt eigentlich geschafft zu haben. Das ist Grund zur Freude.“

Es sah im ersten Satz nach einer klaren Sache aus: Voerde spielte druckvoll und erarbeitete sich eine 9:3-Führung. Vor allem Jan-Niklas Wolff und Philip Hofmann spielten zu Beginn groß auf. „Wir haben einfach gesehen, dass, wenn wir zu 100 Prozent konzentriert agiert haben, wir einfach die bessere Mannschaft waren“, erklärte Pynappel. Dies implizierte jedoch auch, dass der TVV sich teilweise zu unkonzentriert und pomadig zeigte. Immer wieder eröffnete Voerde den um den Klassenerhalt kämpfenden Gästen gute Möglichkeiten, die vor allem Schlagmann Tom Kröger immer wieder zu nutzen wusste. „Tom hat uns in den ersten fünf Sätzen immer wieder vor Probleme gestellt. Insgesamt war Kellinghusen deutlich verbessert im Vergleich zum Hinspiel“, lobte Pynappel den Gegner.

Insbesondere im zweiten Durchgang war das Niveau beider Teams überschaubar. Hier gelang Voerde recht wenig, und wenn, dann waren es lediglich Einzelaktionen, die zu Punktgewinnen führten.

Der Klassenerhalt scheint geschafft, nun darf der Blick nach oben gewagt werden. „Wir haben unser Saisonziel erreicht. Jetzt dürfen die Jungs gerne etwas träumen. Um wirklich zur Endrunde zu fahren, müssen wir aber auch jedes Spiel gewinnen, und das wird natürlich sehr schwer“, erklärt Pynappel. Zwei Partien jeweils gegen die Teams aus Hagen und Brettorf – die direkte Konkurrenz um den dritten Platz – sowie eine Pflichtaufgabe beim SV Moslesfehn.

Doppelspieltag kann vorentscheiden

Einen großen Schritt kann Voerde schon am nächsten Wochenende machen: Am Samstag gastiert Brettorf an der Rönskenstraße, am Sonntag muss der TVV beim TSV Hagen antreten. Da könnte durchaus eine Vorentscheidung fallen, in welche Richtung es in den letzten Partien gehen wird. „Wir werden erstmal sehen, was unsere angeschlagenen Spieler machen“, so Pynappel mit Blick auf Verletzung von Ingo Hansen und die schmerzenden Knie von Markus Evers.

TVV: Hofmann, Wolff, Schmalbach, Fischer, Evers.