„Veilchen“ wollen oben dran bleiben

Die Rückserie verspricht dramatisch zu werden. Sowohl die Meisterschaft als auch der Abstiegskampf sind in den Fußball-Leistungsklassen noch völlig offen und könnten am letzten Spieltag für lachende und weinende Gesichter sorgen. Die drei hiesigen Teams starten alle mit Optimismus in die Rückrunde, auch wenn sie völlig unterschiedliche Aufgaben zu bewältigen haben.

Der TV Jahn Hiesfeld präsentierte sich in der Hinrunde gefestigt und souverän. Die Mannschaft steht auf einem starken dritten Platz im Kreis 9 und hat sich von dem Tabellenvierten TuRa 88 Duisburg sogar ein wenig abgesetzt. Für Jahn-Coach Frank Pluhnau ist das nicht selbstverständlich: „Unser Kader besteht zu großen Teilen aus dem jungen Jahrgang, deshalb ist es umso überraschender, dass wir so weit oben stehen.“ Als Ziel für die Rückrunde gibt der Trainer nun aus, „so lange wie möglich Tuchfühlung zur Tabellenspitze zu haben.“

Anders sieht es dagegen bei Ligakonkurrent SuS 09 Dinslaken aus. Die Dinslakener befinden sich auf Tabellenplatz elf und schweben damit in akuter Abstiegsgefahr. Trainer Andreas Lammel bezeichnet die Hinrunde selbst als „bisher schwerste seiner Karriere.“ Immer wieder ereilten den Coach Hiobsbotschaften von längerfristigen Ausfällen. Deshalb ist es verständlich, wenn Lammel die Verletzungen als einen Grund für den derzeitigen Notstand nennt. „Unsere Achse brach uns durch einige Verletzungen einfach weg. Allein unsere ersten drei Kapitäne verletzten sich alle schwer.“ Aufgegeben haben Trainer und Mannschaft allerdings noch lange nicht. Während der Vorbereitung nahmen einige genesene Spieler wieder am Mannschaftstraining teil. Das Team ist sich bewusst, was auf dem Spiel steht und schwor sich bereits für die gefühlten zwölf anstehenden Endspiele ein. „Jetzt gilt es, die Scheiße aus dem Dreck zu ziehen“, so Andreas Lammel.

Aydin für Halkatas

Der STV Hünxe steht in der Leistungsklasse im Kreis 11 ebenfalls im Tabellenkeller. Für die Mannschaft sei „jedes Ligaspiel ein absolutes Finale im Kampf um den Klassenerhalt“, macht Coach Ugur-Deniz Aydin deutlich. Dieser hatte das Team erst im November übernommen, da Ex-Trainer Ömür Halkatas den Posten aufgrund von persönlichen Differenzen räumen musste. Als Gründe für die momentane Platzierung nennt Aydin „die Unerfahrenheit der Jungs“, da das Team hauptsächlich aus Spielern des jungen Jahrgangs besteht. Des Weiteren meint der Trainer Probleme bei der Einstellung erkannt zu haben. „Uns ist bewusst, dass da jetzt mehr kommen muss, damit wir den Klassenerhalt schaffen.“