„Veilchen“ schütteln Verfolger ab

Bottrops Besten Robin Student bekam Hiesfeld zwar kaum in den Griff, am Ende hatte Jahn trotzdem die Nase vorne.
Bottrops Besten Robin Student bekam Hiesfeld zwar kaum in den Griff, am Ende hatte Jahn trotzdem die Nase vorne.
Foto: Labus / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Dinslaken. Die Reserve des TV Jahn Hiesfeld, Tabellenführer in der Handball-Landesliga, gewann das Spitzenspiel mit 32:29 in Bottrop.

Es war ein Spitzenspiel, das dieser Bezeichnung auch gerecht wurde. In einer Landesliga-Partie vor rund 150 Zuschauern auf hohem Niveau setzten sich die Handballer des TV Jahn Hiesfeld II mit 32:29 (17:14) bei Verfolger SC Bottrop durch. Der Spitzenreiter vergrößerte den Vorsprung auf den Tabellendritten damit auf fünf Punkte. „Veilchen“-Trainer Werner Schwarzenberg war hinterher richtig zufrieden: „Es war ein hochklassiges Spiel von beiden Seiten. Alle meine Akteure, auch die vermeintlichen Ergänzungsspieler, haben sich voll reingehangen.“

Der TV Jahn übernahm schnell die Initiative und lag fast immer in Front, konnte die Hausherren aber auch nie wirklich abschütteln. Vor allem den starken SC-Spieler Robin Student, der insgesamt 13 Tore erzielte, bekamen die Gäste nur schwer in den Griff. Bis auf ein Tor (28:27) kam Bottrop noch einmal heran, doch in der engen Schlussphase behielt der Tabellenführer die Nerven. „Die Jungs festigen sich immer mehr. Das zeigt sich dann gerade in solchen Spielen“, erklärte Schwarzenberg.

TV Jahn II: Giesen, Kramp; Holzmann (4), Brücken, Berner (7), Bestier (6), Jakobs (3), Supper (6), Kaspers, Schwarzenberg (3), Gangelhoff, Jurzik (3).

Über einen blendenden Start ins neue Jahr konnte sich auch die Reserve des MTV Rheinwacht freuen. Der Aufsteiger besiegte den Tabellennachbarn VfL Rheinhausen vor heimischer Kulisse deutlich mit 32:22 (15:12). „Die Höhe des Sieges muss man nicht überbewerten, denn Rheinhausen war sicher nicht der stärkste Gegner, aber die zwei Punkte waren natürlich wichtig“, erklärte Harald Jakobs. Der Trainer bemerkt derzeit einen klaren spielerischen Aufwärtstrend, der Mut für die kommenden Aufgaben macht.

In der Anfangsphase blieben die Gäste vor allem wegen der, so Jakobs, „etwas lässigen Abwehrarbeit“ dran, doch als sich die MTV-Deckung Mitte der ersten Hälfte stabilisierte, bogen die Hausherren schnell auf die Siegerstraße ein. „Wir haben die ganze Zeit das Tempo hochgehalten, irgendwann hatte der VfL sein Pulver dann auch verschossen“, erklärte der Rheinwacht-Coach.

Erstmals im Kasten der „Zweiten“ stand Ex-Oberliga-Keeper Andor Schneider, der sich die Einsatzzeiten mit Thomas Grah teilte. Das Duo soll ab sofort das feste Gespann des Teams bilden.

MTV II: Schneider, Grah; Ahls (3), de Lede (5), Lehmkuhl (1), Höpgen, Schroeer (1), Höffner (5), Petzinna (4/1), Hetzel (2), Loth (8/4), Nahlmann (3), D’ Auria.