Vavra lässt die Kobras jubeln

Kamil Vavra jubelt über sein Siegtor.
Kamil Vavra jubelt über sein Siegtor.
Foto: Grimme
Was wir bereits wissen
Dinslaken. Tscheche traf kurz vor Schluss mit seinem zweiten Tor zum 5:4-Sieg des Dinslakener Eishockey-Regionalligisten über Spitzenreiter Dortmund.

Die letzte Sekunde gelaufen, das Spiel abgepfiffen, die Stimmung wie nach einem Meisterschaftsgewinn. Auf dem Eis und auf der gut gefüllten Zuschauertribüne überglückliche Gesichter. Beim vierten Anlauf hat es endlich geklappt: Die Dinslakener Kobras schlugen den unangefochtenen Spitzenreiter. Im Top-Duell der Eishockey-Regionalliga besiegte das Team von Trainer Thomas Schmitz die Eisadler Dortmund mit 5:4 (1:1, 2:1, 2:2). Die „knappe Kiste“ ging diesmal an Dinslaken.

„Ich muss erstmal runter kommen“, sagte Schmitz glücklich und erleichtert, „endlich haben wir auch mal so ein Spiel gewonnen.“ Der Siegtreffer von Neuzugang Kamil Vavra knapp zwei Minuten vor dem Ende – ein Befreiungsschlag. Der Tscheche glänzte bei seinem Heimdebüt wie auch schon in den Auswärtsspielen und untermauerte seinen wichtigen Status im Team.

Aber zunächst mussten sich die Dinslakener Gastgeber „durchschlagen“ und „durchkämpfen“. In doppelter Überzahl ging Dortmund durch Kai Domula (7.) in Front. Für den Ausgleich sorgte Kapitän Sebastian Haßelberg (13.), der nach Zuspiel von Daniel Pleger einnetzte.

Nach der ersten Drittelpause erzielte Sven Linda (26.) nach guter Vorarbeit von Vavra und Haßelberg die Führung. Vavra baute den Vorsprung nach erneuter Vorlage von Haßelberg aus. Die Gäste schafften es im zweiten Drittel noch durch Felix Berger auf 2:3 (37.) zu verkürzen.

Im Schlussabschnitt spitzte sich der Kampf zu und die Partie drohte zu kippen. Mit dem Ausgleich von Ex-Kobra Malte Bergstermann (46.) sahen sich die Kobras unter Zugzwang, aber knapp zwei Minuten später holte Pierre Klein seiner Mannschaft die Führung zurück. Dortmund glich zwar schnell durch Christian Gose (50.) wieder aus, aber da war ja noch der neue Tscheche im Kobras-Dress. Mit schnellem Konter im Alleingang schenkte Vavra Dortmunds Torhüter Sebastian May noch einen letzten, entscheidenden Treffer ein (58.).

„Respekt, was die Mannschaft da geleistet hat“, freute sich Schmitz. Auch Joey Menzel feierte den Sieg seiner Mannschaft. Der Kobras-Stürmer, der sich vor einem Monat schwer am Bein verletzte, hat bereits eine seiner beiden Operationen hinter sich und plant schon jetzt ehrgeizig, wie er seiner Mannschaft bald wieder helfen kann. „Im Moment spiele ich noch die mentale Unterstützung“, schmunzelte der 25-Jährige.

Strafzeiten: Kobras 16; Eisadler 18 + 10 (Wichern) + 10 (Bitter).