Über Hiesfeld lachen nur die anderen

Jan Pirschel (M.) erzielte die 1:0-Führung für Hiesfeld.
Jan Pirschel (M.) erzielte die 1:0-Führung für Hiesfeld.
Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Servi
Was wir bereits wissen
Fußball-Oberligist TV Jahn Hiesfeld verlor auch sein zweites Spiel gegen Absteiger VdS Nievenheim. Diesmal gab’s eine 1:2-Schlappe.

Dinslaken..  Jörg Vollack hatte seiner Mannschaft in der Halbzeitpause offenbar nicht viel mitzuteilen. Schon kurz nach dem Gang in die Kabine schickte der Trainer die Oberliga-Fußballer des TV Jahn Hiesfeld wieder zurück auf den Rasen, das Schiedsrichtergespann und Gegner VdS Nievenheim ließen sich noch gut fünf Minuten mehr Zeit. Zu diesem Zeitpunkt stand es 1:1, und hätte Vollack gewusst, wie die Partie ausgeht, dann wäre seine Ansprache vielleicht ein wenig länger ausgefallen. Mit einer 1:2 (1:1)-Niederlage gegen das bisherige Schlusslicht hatte im Lager der „Veilchen“ angesichts des Spielverlaufs keiner gerechnet.

Der Vorjahres-Aufsteiger, der direkt wieder in die Landesliga zurück muss, ist zum Angstgegner geworden. Im Hinspiel hatte sich Hiesfeld schon trotz drückender Überlegenheit mit 3:4 vorführen lassen, bei der neuerlichen Pleite lief es nicht bedeutend anders. Torchancen en masse ließen die „Veilchen“ in Person von Torjäger Danny Rankl, aber auch durch Yannic Melis, Dennis Hecht, Jan Pirschel und Co. aus, während die Gäste in erster Linie ihr Heil darin suchten, das Jahn-Spiel zu zerstören und bei Standards auf das nötige Glück zu hoffen. Mit Erfolg, und Vollack stellte ernüchtert fest: „Gegen so eine Mannschaft musst du das zweite und dritte Tor machen, dann ist die tot. So haben wir uns zum Gespött der Liga gemacht, weil wir gegen die keinen Punkt geholt haben.“

Denn bis auf Jan Pirschels schönen Volleyschuss nach 35 Minuten fand kein Versuch der „Veilchen“ ins Tor, während Nievenheim nach zwei Freistößen den Spieß umdrehte. Erst köpfte Tim Rohde nach einem nicht geahndeten Foul an Kevin Kolberg im Strafraum ein (42.), dann traf Salvatore Franciamore mit einem abgefälschten Freistoß (82.). Trainer Vollack, der nach einer knappen halben Stunde Verteidiger Michael Ohnesorge mit einer Zerrung auswechseln musste, war angesichts der peinlichen Schlappe bedient: „Im Prinzip ist das ein Witz.“ Darüber lachen aber nur die Gegner.