Triste Lage und personelle Probleme

Die Situation in der Tabelle ist für den Handball-Oberligisten MTV Rheinwacht Dinslaken vor dem vorletzten Spieltag schon trist genug. Die Mannschaft von Spielertrainer Marius Timofte liegt auf dem keineswegs sicheren drittletzten Rang, rechnerisch ist sogar der Absturz auf einen direkten Abstiegsplatz noch möglich. Und vor dem Auswärtsspiel am Sonntag (17.30 Uhr) beim Tabellenfünften HSG Bergische Panther plagen den MTV auch noch personelle Probleme.

Im Training fehlte unter der Woche Florian Körner laut Timofte aus „familiären Gründen“ und am Donnerstag verletzte sich Jonas Höffner zu allem Unglück am Knöchel, der dick anschwoll. „Bei ihm müssen wir abwarten, ob er spielen kann“, sagt der Coach. Zwei-Meter-Mann Ivan Stajic, der erst vor kurzem zum MTV stieß, hat weiter nachvollziehbare Defizite: „Es ist schwierig, sich in ein paar Tagen in die Mannschaft einzufinden“, so Timofte. Immerhin sieht er bei dem Neuzugang nach den Trainingseinheiten Fortschritte.

Inwieweit die reichen, um Rheinwacht bei den Panthern nötige Impulse zu geben, wird sich zeigen. Wie schwer die Aufgabe wird, braucht der MTV-Spielertrainer nicht zu betonen: Allein schon der deutliche 37:23-Auswärtssieg beim ART Düsseldorf am vergangenen Wochenende zeigt, in welch guter Verfassung die Bergischen derzeit sind. „Wir versuchen alles zu geben“, verspricht Marius Timofte, weiß aber, dass sein Team den Panthern gemessen an den letzten Auftritten wohl nur mit einer außergewöhnlichen Leistung beikommen kann.

Unabhängig von der derzeitigen Situation befassen sich die Dinslakener Verantwortlichern derweil schon mit der Zukunft: Obmann Heinz Buteweg feilt an der Mannschaft für die kommende Saison, Timoftes Rolle steht dabei ebenfalls zur Debatte. Konkret will sich der Verein erst nach Saisonschluss äußern, aber nicht zuletzt geht es auch darum, ob der derzeitige Spielertrainer weiter auf dem Feld steht oder etwa nur noch als Trainer an der Seitenlinie agiert. Lediglich in einer Hinsicht gibt Timofte derzeit Einblick in seine Planungen: „Ich habe vor, weiter zu machen.“