Traum vom Aufstieg wohl ausgeträumt

Im Kampf um den Aufstieg der Fußball-Kreisliga A verlor der TV Voerde wichtige Punkte. Bei strahlendem Sonnenschein reichte es im Spiel gegen den SV Walsum am Ende nur zu einem 1:1 (1:0). Zu wenig, um dem Tabellenführer VfB Lohberg noch einmal gefährlich nah zu kommen.

Die Mannschaft von TVV-Coach Torsten Klump agierte zu Beginn der ersten Hälfte fahrig. Immer wieder leisteten sich die Spieler unnötige Stockfehler oder misslungene Abspiele. Das Team wirkte spielerisch arg limitiert. Klump monierte schnell, dass sein Team „sicherer spielen“ müsse. Wenn der TVV mal gefährlich in den Strafraum des Gegners eindrang, dann über Andreas Brauner. Der linke Flügelspieler zog aufgrund seines Tempovorteils einige Male am rechten Verteidiger der Walsumer, Salvatore Timpanaro, vorbei. um den Ball anschließend in den Sechzehner zu schlagen. Genau nach diesem Muster gelang dem favorisierten Team dann auch die Führung. Brauner flankte in der 27. Minute, Toptorjäger Florian Peschen verpasste noch, ehe Andre Kühnen aus kurzer Distanz einschob.

Zum Ende der ersten Hälfte erhöhte die Heimmannschaft dann noch einmal die Schlagzahl und kreierte vor allem über Peschen einige Torraumszenen, die allerdings nicht zum 2:0 umgemünzt werden konnten. Stattdessen ergab sich für Walsums Stürmer Edis Fazljija die Möglichkeit. Er traf per Halbvolley nur den Querbalken.

Walsum kam etwas agiler aus der Pause und vergab durch Daniel Bethke eine prächtige Gelegenheit. Voerde befand sich im Dauerschlaf und kassierte nach 58 Minuten den zu diesem Zeitpunkt verdienten Ausgleich. Walsum schlug den Ball in den Strafraum, den Kopfball von Timo Forthoffer parierte Torwart Kevin Fischer noch stark, den Abpraller konnte der Torhüter allerdings nicht vereiteln, so dass Sascha-Marcel Klein-Reesink die Kugel ins Tor stocherte. Voerde drückte daraufhin und kam „immer wieder gefährlich in die Box. Leider haben wir daraus nichts Zählbares mehr machen können und so gewinnt man eben kein Spiel“, stellte Torsten Klump nach dem Spiel fest. Dem TVV rannte die Zeit davon. Klump funktionierte kurzerhand die Ersatzspieler zu Balljungen um und schickte sie hinter das gegnerische Tor, um keine Zeit zu verlieren. Alle Versuche halfen am Ende nicht, doch noch den ersehnten Dreier einzufahren. „Der Aufstieg ist jetzt wohl abgehakt. Damit brauchen wir uns eigentlich nicht mehr befassen.“

Ein wahres Wunder benötigt der TVV nun, um doch noch irgendwie aktiv oben eingreifen zu können. Die hartnäckigsten Optimisten hoffen in Voerde nun auf eine höhere Instanz, den Fußballgott.