Tierkostüme zum Jubiläum

Issa Harrou (Mitte) war schon beim Start ganz vorne.
Issa Harrou (Mitte) war schon beim Start ganz vorne.
Foto: Lars Fröhlich
Was wir bereits wissen
Dinslaken. Zum 25. Silvesterlauf beim OSC Averbruch schlüpften einige Starter in ganz besondere Laufkleidung.

Um genau 11 Uhr schlug Gudrun Dümmen, die erste Vorsitzende des OSC Averbruch, die Glocke zum Start des 25. Silvesterlaufs. Mit der Gründung des Olympischen Sportclubs (OSC) Averbruch 1988 begann auch die Tradition des Silvesterlaufs in Dinslaken. „ Damals sind wir noch am Wohnungswald gestartet mit zwölf Läufern. Jedes Jahr sind ein paar Läufer dazu gekommen und seitdem wir die Sporthalle haben, findet der Lauf auch mitten im Averbruch statt“, erinnerte sich Rainer Holzborn, ehemaliger Vorsitzender des Vereins.

Auch dieses Jahr waren wieder rund 190 Läufer dabei, die mit dem Silvesterlauf ihren sportlichen Jahresabschluss vollzogen. Schnellster Mann auf der siebeneinhalb Kilometer langen Strecke war Issa Harrou mit einer Zeit von 26:36 Minuten; seinen eigenen Streckenrekord (25:58) aus dem Jahr 2009 konnte er damit nicht einstellen. „Man wird ja nicht jünger und damit auch selten schneller. Dennoch habe ich hier gewonnen, was für mich natürlich auch ein schöner Jahresabschluss ist“, erklärte Issa. Seine Lebensgefährtin Diana Sapendowski sicherte sich mit einer Zeit von 33:50 Minuten den ersten Platz bei den Frauen. „Ich habe heute Morgen eigentlich gar nicht so viel Lust gehabt, aber mein Freund hat mich überredet und wir haben uns noch nachgemeldet. Im Nachhinein hat es sich für uns wirklich gelohnt“, meinte die Siegerin. Zweiter bei den Männern wurde Vorjahressieger Jörg Sänger mit einer Zeit von 28:10 Minuten. „Ich habe in dieser Laufsaison mit einer langwierigen Oberschenkelverletzung zu kämpfen gehabt. In der Mitte des Laufs habe ich die Jungs langsam eingesammelt und gemerkt, dass da noch was für mich drin ist. Wenn ich voll fit gewesen wäre, hätte es einen spannenden Zweikampf um Platz eins gegeben. Aber so war Harrou zu schnell“, sagte Sänger. Zweitschnellste Frau mit einer Zeit von 34:32 Minuten war Jennifer Dziatzko. „Ich laufe erst seit vier Monaten im Verein und das war mein erster richtiger Wettkampf.Ich habe die Erstplatzierte immer vor mir gesehen, aber am Ende hat ein bisschen zum Sieg gefehlt. Im nächsten Jahr werde ich versuchen, Erste zu werden“, erklärte die 19-jährige Wirtschaftsstudentin.

Die Sieger der Teamwertung waren gleichzeitig auch die skurrilsten Läufer des diesjährigen Silvesterlaufs. Das Team „Eggnimals“ sicherte sich mit einer Gesamtzeit von 2:06:35 den Teamsieg und durfte den Wanderpokal des Bürgermeisters mit nach Hause nehmen. Die Brüder Kevin und Robin Kuske sowie Daniel Lingen und Marco Rühl starteten mit Tierkostümen, unter denen es während des Laufens sehr warm wurde. „ Es kommt immer auf die Gegner an, ob wir hier eine Chance haben oder nicht. Wir waren so gut wie im letzten Jahr und das hat wieder gereicht“, erklärte Kevin Kuske. Im vergangenem Jahr sicherte sich dasselbe Team unter dem Namen „Eiermänner“ bereits schon einmal den Teamsieg. Den ersten Platz bei den Walkern belegte Achim Genz, der mit einer Zeit von 53:48 einlief. Schnellste Walkerin war Iris Trum von Marathon Dinslaken, die mit einer Zeit von 51:08 zu überzeugen wusste. „ Ich habe mir heute gute Chancen auf den Sieg ausgerechnet, da ich alle Mitläuferinnen aus dem Verein kannte. Ich walke hier wegen der Stimmung und Atmosphäre immer sehr gerne“, sagte Trum.

Zufriedene Vorsitzende

Auch Bürgermeister Michael Heidinger ließ es sich nicht nehmen, ganz persönlich beim 25. Silvesterlauf des OSC vorbei zu schauen. Heidinger lobte das Engagement des Vereins und das der ehrenamtlichen Helfer, sowie die Gastfreundlichkeit, mit der der OSC allen Sportbegeisterten gegenüber tritt. „Ich bin auch dieses Jahr wieder mit dem Ablauf und der Teilnahme sehr zufrieden. Schade ist, dass es diesmal keinen Kinderlauf gab und wir uns überlegen müssen, für Kinder kürzere Distanzen anzubieten, damit die Beteiligung dort auch wieder wächst. Zum Jubiläum unseres Laufs kann ich nur noch mal allen Beteiligten danken, die sich jedes Jahr an der Organisation und Durchführung beteiligen“, resümierte Gudrun Dümmen. Nach der Siegerehrung klang die Veranstaltung bei Glühwein und Würstchen langsam aus.