Tag des Abschieds in Hiesfeld

Michael Ohnesorge (r.) ist einer der Abgänge beim TV Jahn.
Michael Ohnesorge (r.) ist einer der Abgänge beim TV Jahn.
Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Servi
Was wir bereits wissen
Vor der Partie des Fußball-Oberligisten TV Jahn Hiesfeld gegen Turu Düsseldorf stehen am Sonntag einige Spieler noch einmal im Mittelpunkt.

Dinslaken..  Der Sonntag wird ein Tag des Abschieds. Vor dem Anpfiff der Partie des Fußball-Oberligisten TV Jahn Hiesfeld gegen Turu Düsseldorf stehen kurz vor 15 Uhr einige Spieler der „Veilchen“ noch einmal im Mittelpunkt. Michael Ohnesorge, Oliver Rademacher, Joel Schoof, Thomas Pütters und Marco Horstkamp verlassen den Verein, auch Co-Trainer Denis Vukancic und Physiotherapeutin Yvonne Rossbach sagen im letzten Heimspiel „tschüss“ vor eigenem Publikum. Das Saisonfinale erleben sie am kommenden Samstag auswärts bei der zweiten Mannschaft des MSV Duisburg.

Ohnesorge, Pütters und höchstwahrscheinlich auch Rademacher haben ihren letzten Auftritt im Hiesfelder Trikot bereits hinter sich. Pütters ist seit Monaten verletzt, Ohnesorge zog sich vor zwei Wochen eine Oberschenkelblessur zu und hatte sich für die letzten zwei Wochen ohnehin vom Spielbetrieb abgemeldet, da er nach seiner Hochzeit am Wochenende in die Flitterwochen abdüst. Und Rademacher schied vergangenen Montag in Baumberg mit einer Rückenverletzung und Verdacht auf Bandscheibenvorfall aus.

Dazu kommt, dass Jan Pirschel seinen Urlaub angetreten hat, die Dauerpatienten Dominik Borutzki, Kevin Corvers und Kevin Menke gezwungenermaßen bekanntlich schon länger keine Rolle mehr in dieser Saison spielen und zudem Torjäger Danny Rankl und Verteidiger Dennis Wichert angeschlagen sind. Mit den Youngsters Lukas Kratzer und Marco Horstkamp zählt Trainer Jörg Vollack gegen Turu nun noch gerade mal ein Dutzend gesunde Feldspieler. „Von vernünftiger Trainingsarbeit kann man da auch gar nicht reden“, sagt der Coach, „es geht nur noch darum, unfallfrei über die Runden zu kommen“.

Unter den Umständen schraubt Vollack sogar die Erwartungshaltung herunter. Hatte der 49-Jährige in der jüngeren Vergangenheit noch versucht, aus seinem Team mehr Ehrgeiz herauszukitzeln, um nicht nur mit einem Platz im grauen Mittelfeld der Tabelle abzuschließen, so schätzt er trotz des Sprungs auf Rang fünf nach dem 2:0 in Baumberg diesmal die Aufgabe gegen Turu als „kaum zu bewältigen“ ein. Die Gäste, sechs Punkte und vier Plätze hinter dem TV Jahn postiert, können auf eine ordentliche Rückrunde zurückblicken und sind nach einigen Erfolgen gestärkt. Hoffnung hat Vollack dennoch auf einen Erfolg, denn: „Diejenigen, die bei uns spielen, sind ja auch keine Blindfische.“