SVS ließ sich die Butter noch vom Brot nehmen

Zwei Trainer, eine Aussage und trotzdem zwei ganz unterschiedliche Meinungen. „Wir hätten gewinnen können“, sagten die Trainer der beiden Fußball-Bezirksligisten SV 08/29 Friedrichsfeld und SV Spellen nach dem Derby am Tannenbusch übereinstimmend. Während 08/29-Coach Werner Kumetat nach dem 3:3 (1:2) das überlegen geführte Spiel seiner Heimmannschaft hervorhob, entgegnete Spellens Übungsleiter Bernd Krüßmann auf der anderen Seite: „Wer kurz vor Schluss führt, darf sich eigentlich nicht mehr die Butter vom Brot nehmen lassen.“

Recht hatten beide: Die Friedrichsfelder agierten vor allem in der zweiten Hälfte hoch überlegen, schaffte es jedoch in den meisten Fällen nicht, den Spellener Abwehrriegel zu knacken. Als der abstiegsgefährdete SVS dann nach 82 Minuten sogar durch einen tückischen Aufsetzer von Ingo Bargmann das 2:3 markierte, war die große Überraschung im Duell der Lokalrivalen greifbar nah. Doch die „Vereinigten“ schlugen noch einmal zurück: Werner Hink traf fünf Minuten vor dem Ende nach Flanke von Marc Plüschau.

Die Gastgeber waren durch Rainhard Gehrmann in Führung gegangen (32.), ehe Wolfgang Wardemann und Jörg Heißen den Spieß noch vor der Pause für die Spellener umdrehten. Die SV 08/29 rannte an, erst Otmar Hantke gelang aber in der 75. Minute der Ausgleich.

08/29: Poetschki; Marquardt (80. Jezjurt), Detlef Ridder (70. Altendorf), Hantke, Plüschau, Verbanac, Pakulla, Gehrmann, Hink, Cakmaz, Dirk Ridder.

SVS: Heikamp; Vowinkel, Wiemann, Ernst Wardemann, Schmitz, Bargmann, Osinski (60. Borgers), Schumacher, Wolfgang Wardemann, Overländer, Heißen (88. Fuchs).