SVS-Kicker erfüllten Osthoff seinen Wunsch

Spellens Trainer Markus Osthoff war nicht immer glücklich mit den Leistungen seiner Kicker.
Spellens Trainer Markus Osthoff war nicht immer glücklich mit den Leistungen seiner Kicker.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Voerde. Spellener Fußball-Bezirksligist hielt die Klasse nach einem starken Schlussspurt. Miserable Hinrunde.

Den ganz großen Umbruch wollte der SV Spellen verhindern. Dafür war der Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga, der durch vier Siegen in den letzten vier Partien auch gelang, eminent wichtig. Denn dass Trainer Markus Osthoff den Verein verlassen würde, stand bereits seit einigen Monaten fest. Der ehemalige Bundesliga-Profi des MSV Duisburg hatte noch einen großen Wunsch. „Ich wollte mich unbedingt mit dem Klassenerhalt verabschieden. Die Jungs sind echt in Ordnung und mir wirklich ans Herz gewachsen“, freute sich Osthoff über seinen Erfolg. Die Formkurve der Leistungsträger zeigte in den letzten Wochen wieder deutlich nach oben. Zudem haben sich unter Osthoff auch viele Spieler erst zu Leistungsträgern entwickelt.

Tiefpunkt Hamminkeln

Nach dieser „miserablen Hinrunde“ noch den Klassenerhalt zu schaffen, war auch für den erfahrenen Fußball-Fachmann nicht selbstverständlich: „Es gab schon Momente, in denen ich dachte: Jetzt kommt es echt knüppeldick.“ Besonders die 1:3-Niederlage beim SV Hamminkeln Anfang April war ein echter Tiefpunkt. „Da haben wir uns wiederholt selbst geschlagen und einen eigentlich schlagbaren Gegner eingeladen. Zum Glück haben die Jungs den Schalter noch umgelegt“, so Osthoff.

Doch auch in dieser schweren Phase, in der sich Spellen auch durch Undiszipliniertheiten auf und neben dem Platz selbst schwächte, glaubte Osthoff auch weiter an die Qualität seiner Mannschaft: „Ich kannte die Mannschaft ja schon etwas und wusste um ihr Potenzial. Daher stand es für mich immer fest, dass wir die Klasse halten können.“

Auf Markus Osthoff folgt nun mit Jochen Hülser ein anderer Trainer-Typ am Groelberg, auch wenn Osthoff das Klischee des Ex-Profis in Spellen schnell ablegte, oder auch ablegen musste. Die Uhren in Spellen ticken halt etwas anders. Dies weiß Hülser natürlich. Er hat schon einige Jugendmannschaften im Voerder Raum trainiert und ist gut vernetzt. Außerdem scheint es so, als würde ihm ein Großteil des aktuellen Kaders zur Verfügung stehen. „Es bleiben sehr viele da. Dazu kommt wahrscheinlich Michael Kupke zurück. Ich denke, mit viel Arbeit ist auch im kommenden Jahr der Klassenerhalt ein realistisches Ziel für Spellen“, sagt Markus Osthoff.

Gespräche mit Landesligist

Zu seiner eigenen Zukunft kann er noch nicht allzu viel sagen. Die Gespräche mit einem Landesligisten laufen. „Ich möchte es gerne eine Liga höher versuchen und mich dort beweisen. Aber die Zeit in Spellen werde ich immer in guter Erinnerung behalten“, erklärt der scheidende Trainer: „Sollte es nicht klappen, spiele ich weiter Golf und unterstütze meinen Sohn bei seinen Schritten im Jugendbereich.“