SV Spellen will in der Bezirksliga Wurzeln schlagen

Trainingsauftakt am Groelberg.
Trainingsauftakt am Groelberg.
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Was wir bereits wissen
Um Punkt 11 standen die Fußballer des SV Spellen am Sonntag auf dem Kunstrasenplatz am Groelberg.

Voerde..  Um Punkt 11 standen die Fußballer des SV Spellen am Sonntag auf dem Kunstrasenplatz am Groelberg. Der neue Trainer Jochen Hülser hatte zum Trainingsauftakt und Kennenlernen gebeten. „Heute trainieren wir noch entspannt, ab Montag geht es richtig los“, meinte Hülser. Die nächsten vier Wochen will der neue Coach nutzen, um seine Mannschaft mit Co-Trainer Mike Grau auf die neue Bezirksliga-Saison vorzubereiten.

Für den 45-Jährigen ist es die erste Station als Cheftrainer im Seniorenbereich, in Spellen ist er aber kein Unbekannter: „Fast genau vor 20 Jahren bin ich damals selber noch als Spieler vom TV Voerde nach Spellen gewechselt“, erklärt er. Außerdem trainierte Hülser bereits die B- und A-Jugend beim SVS. Bis zum Ende der vergangenen Saison führte er die C-Junioren des TV Voerde zum zweiten Tabellenplatz in der Leistungsklasse. „Ich möchte beim SV Spellen erst einmal die gelb-roten Karten dezimieren. Damit haben sich die Jungs, aber auch die Verantwortlichen letzte Saison selbst einiges kaputt gemacht“, erklärt Hülser einen zentralen Punkt seiner Arbeit: „Wir müssen auf und neben dem Platz gelassener werden.“

Beim ersten Training waren auch schon einige neue Gesichter beim SVS zu sehen, mit Gabriel Pietzka, Donald Islami, Stephan Schmülling, Thiemo Linke, Andreas Rzepka, Max Krüßmann und Robin Schlitt waren sieben Neuzugänge dabei. „Mit einigen Spielern bin ich noch in Gesprächen und hoffe, dass sie bald auch zur Mannschaft stoßen“, kommentiert Hülser den aktuellen Stand seines Kaders.

Sportlich möchte Hülser die Mannschaft in der Bezirksliga verwurzeln: „Mit dem Abstieg möchte ich möglichst schnell nichts mehr zu tun haben.“ Abteilungsleiter Manfred Alsdorf ist bei der Formulierung sportlicher Ziele schon etwas optimistischer: „Natürlich wollen wir in der nächsten Saison in der Landesliga auflaufen. Als Fußballer will man jedes Spiel gewinnen, und wir haben letztes Jahr oft durch individuelle Fehler verloren. Wenn wir das abstellen können, sind wir gegen jede Mannschaft in der Liga konkurrenzfähig und könnten oben mitspielen.“ Hülser hat aber auch noch ein ganz persönliches Ziel: „Erst einmal muss ich mich bis zur Spellener Kirmes im Amt halten, das ist hier ein Richtwert um auch längerfristig im Verein zu bestehen“, scherzt der SVS-Coach.