SV Spellen darf weiter hoffen

Es war wie eine Erlösung für die rund 80 Zuschauer am Groelberg, als der Pfiff von Schiedsrichter Samet Alpaydin die Partie beendete: Die Fußballer des SV Spellen konnten Alemannia Pfalzdorf in der Bezirksliga mit 2:1 (2:0) besiegen.

Von Beginn an zeigten die „Schweizer“, dass sie im Abstiegskampf noch ein Wörtchen mitreden wollten, und hatten einige gute Offensivaktionen. Der Mut, vom Anpfiff an offensiv zu spielen, zahlte sich bereits nach zwölf Minuten aus. Sebastian Göhl verlud den Pfalzdorfer Schlussmann Rene Naß und schob den Ball in die Torwartecke. Auch nach dem Treffer blieb Spellen das bessere Team. Talha Ören hatte die nächste gute Möglichkeit für die Hausherren, diesmal war Naß aber zur Stelle (19.). Beim nächsten Spellener Angriff brachte Frederik Diels Sebastian Göhl im Strafraum zu Fall: Elfmeter. Den Strafstoß verwandelte Innenverteidiger Silas Bargmann trocken – 2:0 (23.). Bis zur Pause nahm Spellen den Druck aus dem Spiel, Pfalzdorf bekam zwar mehr Spielanteile, konnte aber keinen nennenswerten Angriff kreieren.

Nach dem Seitenwechsel wurden die Gäste dann auch mal gefährlich: Bastian Engler probierte es aus der zweiten Reihe, der Ball ging jedoch deutlich am linken Pfosten vorbei. Spellen brauchte in der zweiten Halbzeit ein wenig Zeit, um wieder in Fahrt zu kommen. Florian Neumann sorgte mit einer passgenauen Flanke auf Göhl aber wieder für Torgefahr. Göhls Kopfball ging knapp über die Latte (60.). Drei Minuten später probierte Launag sein Glück, der wieder durch Neumann in Szene gesetzt wurde. Kurz bevor Launag abschließen wollte, fischte Naß ihm den Ball noch vom Fuß. Die letzte Großchance für Spellen gehörte Göhl. Der Spellener Stürmer tunnelte den letzten Pfalzdorfer Verteidiger und lief frei auf das Tor zu, schoss dann knapp am linken Winkel vorbei (79.).

Nachdem der Spellener Offensivfußball keine Früchte mehr getragen hatte, wollte die Osthoff-Elf die restlichen Minuten an der Eckfahne verbringen. Doch Pfalzdorf sorgte noch mal für Spannung, nach einer Flanke köpfte Simon Bartjes völlig frei zum 2:1-Anschluss ein (87.) Spellen wackelte noch mal gehörig, aber Pfalzdorf fehlte die entscheidende Aktion, um für den Ausgleich zu sorgen. „Das war heute ein Pflichtsieg und den haben wir uns auch verdientermaßen gesichert. Natürlich kann man so ein Spiel mit den Chancen, die wir gehabt haben, auch mit drei, vier Toren mehr gewinnen. Aber am Ende zählt, dass wir hier heute drei Punkte geholt haben“, erklärte Trainer Markus Osthoff.