SuS-Spieler sind heiß auf den Spitzenreiter

Pierre Grzeskowiak (links) will mit dem VfB Loh
Pierre Grzeskowiak (links) will mit dem VfB Loh
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Was wir bereits wissen
Dinslaken. Dinslaken 09 will dem Nachbarn VfB Lohberg im Derby der Kreisliga A unbedingt die erste Niederlage beibringen. Im Abstiegskampf steht der SC Wacker vor einer Pflichtaufgabe.

Die glanzvollen Zeiten sind längst Vergangenheit, aber auf keinen Fall vergessen. Gerade durch den Blick zurück erhält eine Partie zwischen dem SuS 09 Dinslaken und dem VfB Lohberg ihren Reiz, auch wenn sich beide Vereine mittlerweile in der Fußball-Kreisliga A gegenüber stehen. „Ein Derby gegen den SuS ist immer noch etwas besonderes“, findet VfB-Trainer Thomas Grefen, der in der nächsten Saison trotzdem sehr gerne auf die Vergleiche mit dem Nachbarn verzichten würde. Denn mit einem Erfolg bei den 09ern am Sonntag um 15 Uhr würden die „Knappen“ einen weiteren großen Schritt in Richtung Bezirksliga-Aufstieg machen.

Obwohl die Lohberger sich in den letzten Wochen ausgesprochen souverän präsentierten, ist die Aufgabe beim SuS für den VfB-Coach keine leichte: „Wir haben dort in den letzten Jahren nie gut ausgesehen und müssen darauf gefasst sein, dass der Gegner sich gegen uns voll reinhängen wird“, warnt Grefen, der auf Grund der Verletzung von Dustin Bednarek weiter im Lohberger Kasten stehen wird.

Ingo Hermann, Trainer des SuS, hat natürlich schon im Training bemerkt, dass sich seine Schützlinge auf das Derby freuen. „Die Jungs sind alle heiß. Wir würden gerne die ersten sein, die Lohberg eine Niederlage beibringen“, sagt Hermann, der aber auch weiß, dass dafür „viel passen muss.“ Kompaktes Auftreten in der Defensive wichtig, aber auch „dass wir unsere Chancen mal in Tore ummünzen.“ Zahlreiche SuS-Spieler drängen jedenfalls in die Startelf, Hermann hat die Qual der Wahl.

Fernduell um Platz zwei

Die Meisterschaft scheint endgültig außer Reichweite, da wollen sich der TV Voerde und RWS Lohberg nun ein Fernduell um den zweiten Platz liefern. Die Voerder empfangen den Tabellenfünften VfvB Ruhrort-Laar und haben neben der Verteidigung des zweiten Ranges noch ein weiteres Ziel. „Wir müssen etwas für unsere Heimbilanz tun“, sagt Trainer Torsten Klump. Der Auftritt seines Teams beim 4:0-Sieg in Hiesfeld hat dem Übungsleiter Mut für die nächsten Aufgaben. Gegen Ruhrort erwartet Klump trotzdem einen „offenen Schlagabtausch“. Die Aufstellung wird sich beim TVV einmal mehr kurzfristig entscheiden müssen. Kris Neukäter, der sich beim TV Jahn eine Knieprellung zuzog, wird auf jeden Fall nicht auflaufen können.

„Wir wollen Zweiter werden“, sagt auch RWS-Trainer Mahmut Tas, gibt aber gleichzeitig zu: „Die Luft ist ein wenig raus.“ Bei der SG Wacker Walsum erwartet die Lohberger eine unangenehme Auswärtsaufgabe. „Die stehen in der Rückrundentabelle weit oben, und der Platz ist dort sicher auch nicht der beste“, warnt der Selimiyespor-Coach vor dem Gastgeber. Hinter dem Einsatz von Abdullah Barut, der sich mit Rückenbeschwerden herumplagt, steht noch ein Fragezeichen. Ansonsten hat Tas alle Mann an Bord.

Eine absolute Pflichtaufgabe wartet im Abstiegskampf auf den SC Wacker Dinslaken. Doch Schlusslicht Hertha Hamborn, desolat in die Rückrunde gestartet, scheint sich ausgerechnet vor dem Gastspiel in der Feldmark wieder gefangen zu haben. Zuletzt erkämpften sich die Herthaner zwei Remis gegen GWR Meiderich und den TSV Bruckhausen. „Das wird kein Selbstläufer, aber wir müssen alles reinhauen, was geht. Die drei Punkte müssen auf jeden Fall hier bleiben“, fordert Wacker-Trainer Dominic Herzog, der personell aus dem Vollen schöpfen kann.

Borutta und Nehan fehlen

Drei Siege aus den letzten sechs Partien müssten schon her, vermutet Peter Haas, Trainer des TV Jahn Hiesfeld II, um den Abstieg zu vermeiden. Am Sonntag um 13 Uhr bei Hamborn 07 III soll ein Anfang gemacht werden. „Jetzt kommen die Gegner, die man schlagen muss“, sagt Haas. Denn die „Löwen“ haben nach einer überragenden Hinrunde stark nachgelassen. Allerdings müssen die „Veilchen“ am Holtkamp auf die gesperrten Daniel Borutta und Aytac Nehan verzichten. Hilfe aus dem Oberliga-Kader ist eher unwahrscheinlich, da die „Erste“ derzeit auch nicht über massenhaft Personal verfügt.