SuS 09 bot Bundesligist die Stirn

Julien Wans war trotz der Niederlage stolz auf seine Jungs: „Wir haben einfach eine klasse Truppe.“ Die B-Junioren der SuS Dinslaken 09 verloren im Niederrheinpokal-Spiel gegen die Bundesliga-Mannschaft von Rot-Weiss Essen mit 1:2 (0:1). „Den Klassenunterschied hat man absolut nicht gemerkt. Wir hätten heute wirklich gewinnen können“, so der Coach des Leistungsklasse-Teams.

Pünktlich startete die Partie auf dem Rasenplatz und beide Mannschaften zeigten Präsenz. Das Spiel der Dinslakener passte zu Wans Einschätzung, „die Jungs haben sich richtig auf das Spiel gefreut.“ Von Ehrfurcht war keine Spur. Beide Mannschaften suchten den Zweikampf. Vor allem kräftezehrend war, dass die Balleroberungen meist von kurzer Dauer waren. Das aber führte gleichzeitig zu einem kontinuierlich schnellen Spiel.

Die erste Chance für den SuS 09 ließ nicht lange auf sich warten, wurde aber unglücklich vergeben: Ali Hassan Hammoud verpasste eine schön herausgespielte Hereingabe knapp und der Ball streifte das Außennetz. Ärgerlich, fand auch der Coach, motivierte aber weiter: „Sowas passiert. Weiter so!“ Spätestens da war für Wans eindeutig klar, dass sich der Bundesligist aus Essen alles andere als unschlagbar präsentierte. Das Können des Gegners galt es aber trotzdem nicht zu unterschätzen, besonders die Kopfballstärke der Essener fiel auf, wie sich in der 33. Minute zeigte. Nach einem Freistoß platzierte der Essener Niklas Laudahn den Ball gekonnt mit dem Kopf im Dinslakener Tor. Mit dem 0:1 ging es in die Pause.

Die knappe Führung der Essener stimmte den RWE-Trainer Toni Kotziampassis nicht zufrieden. Demnach war der Ärger auf der Bank groß und sein Ausruf, „Ihr müsst auch schießen, das dauert zu lange!“, schien Wunder zu bewirken, jedoch auf der anderen Seite: Der kurz zuvor eingewechselte Florian Beissert nutzte seine Geschwindigkeit und traf zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Die Erleichterung war groß, aber von kurzer Dauer. Torhüter Christian Watty beklagte lautstark: „Ihr seid zu locker, gebt mal Gas!“ Dass er mit dieser Einschätzung eventuell richtig lag, zeigte das aus einem Standard resultierende Gegentor durch Prince Kimbakidila nur wenig später.

Zwar war die Niederlage eine unnötige, aber an Wans’ Zufriedenheit ändert das nichts. Besonders der Rückrunde sieht er mit diesem Kader sehr positiv entgegen.

SuS 09: Watty; Lüllmann, Sensar, Schliebach, Zengin (46. Beissert), Krecker (78. Saliuka), Savas, Hammoud, Lohmann (81. Hanke), Peters, Rduch.